Diskussion über Tempelhofer Feld geht weiter

Neukölln. Die Diskussion um den ehemaligen Flugplatz Tempelhof geht in eine neue Runde. Seit Anfang August hat das Pionierprojekt Plattenvereinigung am Süd-Ost-Eingang an der Oderstraße zu verschiedenen Diskussionen eingeladen.

Bei den Veranstaltungen im August ging es um die Themen Wohnungsbau, um die Bedeutung des freien Feldes für das Klima in Berlin um die Zwischennutzung als Grünfläche. Weitere Diskussionen sind am 5. September, 18 Uhr, zum Thema politische und finanzielle Rahmenbedingungen und Möglichkeiten und am 19. September, 18 Uhr, zu Strategien in der Stadtentwicklung geplant. Für die Bürgerinitiative "100% Tempelhofer Feld" steht es fest, "das Feld ist viel zu schön, für das Stadt-Klima viel zu wichtig, um es zu bebauen." Die Bürgerinitiative erinnert daran, dass die erste Stufe des Volksbegehrens erfolgreich war. Im September werden die Unterschriften für die zweite Stufe gesammelt. Wenn dieses Volksbegehren ebenfalls erfolgreich ist, werden die Berliner in den Wahlkabinen direkt über die Zukunft des Tempelhofer Feldes abstimmen.

In einer Presseerklärung hat die Initiative "100% Tempelhofer Feld" am 19. August 2013 darauf verwiesen, das die Durchführung des Volksbegehrens über den Erhalt des Tempelhofer Felds bei der Senatsverwaltung für Inneres beantragt wurde. Damit stehe dem Start des Volksbegehrens zum 14. September nichts mehr im Wege. Um einen Volksentscheid über ihren Gesetzesentwurf zu erwirken, will die Initiative in den nächsten vier Monaten 280 000 Unterschriften sammeln. Damit soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Nötig sind 174 000 gültige Unterschriften von Wahlberechtigten in ganz Berlin. Die Initiative kritisiert, dass vom Abgeordnetenhaus bisher die Möglichkeiten nicht genutzt worden sind, den Gesetzesentwurf der Initiative "100% Tempelhofer Feld" anzunehmen. "Die Regierungsparteien SPD und CDU sind nicht auf die Initiative zugegangen", wird in einer Presseerklärung betont.

Der Gesetzentwurf sieht vor, den einmaligen Charakter des gesamten Tempelhofer Feldes als Freifläche für die Berliner für die Freizeit, für Sport, Erholung und große Konzerte zu sichern.

Weitere Informationen gibt es unter www.thf100.de.

Klaus Tessmann / KT
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