Einigung auf dritten Pflegestützpunkt im Bezirk

Neukölln. Seit Jahren ringt der Bezirk um einen dritten Pflegestützpunkt, der ihm nach dem Landespflegeplan zusteht. Wegen der vielen älteren Bewohner sollte die Beratungsstelle im Süden des Bezirks liegen. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

Was früher als "Koordinierungsstellen rund ums Alter" bekannt war, heißt seit 2009 "Pflegestützpunkt" in Berlin. Hier finden Menschen aller Altersgruppen Hilfe und Beratung um das Thema Pflege. Vorwiegend suchen ältere Menschen diese Beratungsstellen auf. 36 davon sollte es nach einer Vereinbarung zwischen den Pflegekassen und dem Senat geben, tatsächlich gibt es bisher 26. Auch in Neukölln ist das Angebot mit zwei Pflegestützpunkten zu gering. Zwar gibt es zwei Beratungsstellen im Norden, aber keine im Süden des Bezirks, wo verhältnismäßig viele Senioren leben. Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) und Sozialstadtrat Bernd Szczepanski (Grüne) setzen sich daher seit Langem für eine dritte Beratungsstelle, möglichst in der Gropiusstadt, ein. Womöglich werden ihre Bemühungen bald von Erfolg gekrönt. Bereits in der Bezirksverordnetenversammlung am 31. Oktober hatte Szczepanski auf eine Anfrage bestätigt, dass ein dritter Pflegestützpunkt auf Platz eins der Liste der geplanten Stützpunkte stehe. "Zurzeit laufen Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung des Steuerungsgremiums Pflegestützpunkte und dem Verband der Ersatzkassen." Erfahrungsgemäß könnten diese jedoch durch komplizierte Abstimmungsprozesse sehr langwierig sein. "Ich bin aber guter Dinge, denn wir sind einen Schritt vorwärts gekommen." Möglicherweise sogar mehr als das, denn wie Manfred Pätzold, persönlicher Referent von Staatssekretär Michael Büge (CDU), nun bestätigte, "gibt es bereits konkrete Überlegungen für einen Standpunkt." Der könnte nach Angaben von Liecke im Jugend- und Kulturzentrum in der Wutzkyallee 88 sein. Dafür spricht nach Ansicht des Gesundheitsstadtrats einiges: die verkehrsgünstige Anbindung, ein behindertengerechter Zugang und die Tatsache, dass das Haus in den Vormittagsstunden, wo die Beratungen angeboten werden sollen, kaum genutzt wird. "Wir müssen aber zunächst noch mit den Krankenkassen als Träger sprechen", so Liecke.


Slyvia Baumeister / syri
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