Haus des Älteren Bürgers ändert seinen Namen

Die 83-jährige Agnes Schreiber (3. von links) singt seit dem ersten Tag im Chor "Neuköllner Spätlese" mit. (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Am 24. November 1983 eröffnete das Haus des Älteren Bürgers in der Werbellinstraße 42. Nirgends in der Stadt finden sich seither so viele Angebote für Senioren unter einem Dach. Der neue Name "Bürgerzentrum Neukölln" soll nun signalisieren, dass auch jüngere Gäste herzlich willkommen sind.

Seit 30 Jahren ist das Haus des Älteren Bürgers eine Institution - nicht nur in Neukölln. Als Modellprojekt eröffnet, gab es hier von Beginn an so viele Angebote für Senioren, wie sonst nirgends in der Stadt.

"Wir sind damals eine einmalige Einrichtung gewesen und sind es immer noch", sagt Sozialarbeiterin Monika Fritsch-Behrens, die für die Programmgestaltung zuständig ist. In der vom Paritätischen Verband geleiteten Einrichtung bieten zahlreiche Träger ihre Dienstleistungen an, darunter der Pflegestützpunkt, die Rheumaliga und der Verein Interkulturelles Beratungs- und Begegnungszentrum (IBBC), der Menschen nichtdeutscher Herkunft berät. Im frisch renovierten und behindertengerechten Restaurant Atrium finden außerdem viele Veranstaltungen statt.

Offen für alle Altersgruppen sind insbesondere die zahlreichen Freizeitangebote des Hauses - von den Computerkursen übers Kegeln bis hin zum Gesangschor. Etwa 2500 Menschen, die nicht nur aus Neukölln kommen, nutzen die Angebote monatlich. Darunter sind inzwischen auch immer mehr Jüngere und Menschen mit Migrationshintergrund. Im Oktober feierte der Verein IBBC beispielsweise das Opferfest im Restaurant - mit vielen türkischen und arabischen Gästen. Höchste Zeit also, für einen Namen, der zu dieser Vielfalt passt: "Bürgerzentrum Neukölln" soll das Haus künftig heißen.

"Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, denn der alte Name war einmalig. Andererseites hat er jüngere Menschen doch etwas abgeschreckt", erklärt Monika Fritsch-Behrens. Der Schwerpunkt des Hauses, so betont die Sozialarbeiterin, werde aber weiter auf der Arbeit mit den Senioren liegen. "Wir überlegen derzeit noch, wie wir noch mehr Angebote machen können, die alle Generationen ansprechen."

In dieser Woche, in der das Haus seinen 30. Geburtstag feiert, gibt es unter anderem Tanzveranstaltungen mit Livemusik - einmal am 21. November von 13 bis 17 Uhr und am 23. November von 12 bis 16 Uhr. Ein Informationstag der Polizei zum Thema Sicherheit findet am 22. November von 11 bis 16 Uhr statt.

Eine Ausstellung, die die Geschichte des Hauses dokumentiert, ist während der Öffnungszeiten im Untergeschoss zu sehen.
Weitere Informationen gibt es unter 6 81 80 62 und im Netz unter alter-nativ.org.


Sylvia Baumeister / SB
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