Hope Worldwide Seniorenzentrum feiert 15. Geburtstag

Helma Lurch (Mitte) zeigt Kursleiterin Annette Jamshidpour (links) und Zentrumsleiterin Brigitte Schwab ihr neuestes, noch unvollendetes Werk. (Foto: Sylvia Richter)

Neukölln. Im September 1997 öffnete das Seniorenzentrum des Vereins Hope Worldwide im Reuterkiez. Seither bietet die Tagesstätte für ältere Menschen Abwechslung, Unterhaltung, Hilfe im Alltag und vieles mehr.

Helma Lurch hatte immer schon den Wunsch, malen zu lernen. Während ihrer Berufstätigkeit hatte die heute 75-Jährige jedoch nie Zeit, damit überhaupt anzufangen. Das änderte sich vor fünf Jahren, als sie einen Computerkurs im Hope Worldwide Seniorenzentrum in der Hobrechtstraße 23 besuchte. "Ich sah dort einen Hinweis auf einen Malkurs und darunter den Ausspruch: Malen kann jeder!", erinnert sie sich. Heute ist die rüstige Rentnerin froh, dass sie dieses Wagnis eingegangen ist. "Es ist ein super Gefühl für mich", sagt Lurch. Seit fünf Jahren leitet Vorstandsmitglied Annette Jamshidpour ehranmtlich Mal- und Schreibkurse im Verein Hope Worldwide. Die 68-Jährige hat Freude daran, den Senioren ihr Können zu vermitteln. "Ich will aus jedem Teilnehmer herausholen, was in ihm steckt." Der rege Zulauf spricht für sich, ihre Kurse sind gut besetzt, und die Werke werden manchmal auf Ausstellungen gezeigt, wie jüngst im KGB 44 in der Hertzbergstraße 1. Dort verschönern die Senioren mit jungen Künstlern derzeit eine ganze Hausfront mit dem Pinsel. Das Seniorenzentrum bietet aber auch andere Freizeitmöglichkeiten an, darunter Gymnastikkurse, Spiele, Hand- und Bastelarbeit und einen Lesezirkel. Neue Computerkurse beginnen im Herbst. Daneben beteiligen sich einige der etwa 70 Senioren, die jede Woche in das Zentrum kommen, an ehrenamtlicher Arbeit für Wohnungslose und in Altersheimen. Leiterin Brigitte Schwab steht ihren Besuchern immer in praktischen Dingen mit Rat und Tat zur Seite. Von Beginn an ist sie dabei und durchlebte mit den Senioren im letzten Jahr auch eine schwere Zeit, als der Einrichtung wegen Geldmangels die Schließung drohte. Mit viel Einsatz und Sponsorengeldern konnte das aber verhindert werden. Nun wünscht Schwab sich vor allem, dass das Haus den Senioren noch lange erhalten bleibt. "Grundsätzlich steht unsere Tür immer offen", sagt sie und fügt hinzu: "Nicht nur Senioren sind bei uns willkommen, sondern jeder, der uns besuchen möchte."

Weitere Informationen unter 61 30 33 66 oder www.hopeww.de.

Slyvia Baumeister / syri
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