Martin-Luther-Gemeinde sucht Zeitdokumente und Erinnerungsstücke

Neukölln. Für eine geplante Geschichtswerkstatt über den Ersten Weltkrieg sucht die Martin-Luther-Gemeinde Erinnerungsstücke und Zeitdokumente aus diesen Jahren.

Aus der Kirchengemeinde mussten viele junge Männer an die Front, viele verloren ihr Leben. Zuhause litten die Menschen Hunger und Not. Viele Pfarrer hingegen, die dem damaligen engen Bündnis von Thron und Altar verhaftet waren, unterstützten in ihren Predigten unverdrossen die deutsche Kriegsführung. "Die Gemeindezeitung veröffentlichte regelmäßig die Namenslisten der `gefallenen Helden", sagt Pfarrerin Anja Siebert-Bright.

Die Geschichtswerkstatt will anhand von privaten Dokumenten, Archivmaterial und weitererzählten Erinnerungen herausfinden, was dieser Krieg für die damaligen Gemeindeglieder bedeutet hat und wie sie ihn erlebt haben. Die Gemeinde hoffe, so Anja Siebert-Bright, noch einzelne Lebensschicksale aus der Masse der damals Gefallenen, Verwundeten oder auch der notleidenden Zivilbevölkerung rekonstruieren zu können.

Wer noch im Besitz von Zeitdokumenten seiner Eltern, Groß- oder Urgroßeltern ist, kann sie der Gemeinde leihweise zur Verfügung stellen oder selbst an der Geschichtswerkstatt unter Anleitung der Politologin Ursula Bach teilnehmen. Dazu sind ohnehin alle Interessierten eingeladen.

Das erste Treffen findet am 6. März, 18.30 Uhr, im Gemeindehaus, Fuldastraße 50, statt. Bis September folgen weitere neun Treffen. Auskünfte erteilt Pfarrerin Anja Siebert-Bright, 60 97 74 90, E-Mail: Anja.Siebert@martin-luther-neukoelln.de

Karen Noetzel / KEN
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