Museum Neukölln startet Projekt über den Ersten Weltkrieg

Neukölln. "Die Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg lagern heute unbeachtet auf Dachböden, in vergilbten Fotoalben und vergessenen Tagebüchern", sagt Julia Dilger vom Museum Neukölln. An die Schicksale und das Leben "an der Heimatfront" soll daher eine Wanderausstellung erinnern.

Mehr als 45.000 Neuköllner zogen 1914 in den Ersten Weltkrieg, berichtet Sammlungsleiterin Julia Dilger. 8000 Soldaten hätten ihre Heimat und ihre Familien nicht mehr wiedersehen. Sie überlebten den neuartigen Maschinenkrieg und das "Stahlgewitter" nicht.

Aber auch das Alltagsleben in Neukölln, am Wohnort, am Arbeitsplatz, in der Schule änderte sich mit dem Krieg. Das Museum Neukölln will mit einer Wanderausstellung seines Mobilen Museums der Frage nachgehen, wie die Menschen diesen bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte erlebt haben. Die Kriegserfahrungen der damaligen Neuköllner sollen für die Schau rekonstruiert werden. Dazu benötigen die Historiker die Mithilfe der Neuköllner Bevölkerung.

Wer sich an Geschichten der Großeltern erinnert oder Erinnerungsstücke wie Uniformteile, Abzeichen, Bilder, Dokumente, Postkarten und Briefe aus dieser Zeit besitzt, kann sich mit Julia Dilger unter 627 27 77 25 oder per E-Mail in Verbindung setzen. Die Adresse lautet: julia.dilger@museum-neukoelln.de

Karen Noetzel / KEN
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