Nachbarschaftstreff "Sonnenblick" sammelt Schals für Versteigerung

Gernot Zessin (links) und Erika Rosenberger (daneben) führen mit Beschäftigten von Kubus die gigantischen Strickschalrollen vor. (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Im Februar dieses Jahres begannen die Mitarbeiter eines sozialen Projekts im Haus Sonnenblick mit einem Rekordversuch: Gestrickte Schals fügen sie zum längsten Schal der Stadt von über 500 Metern zusammen. Der Erlös kommt der Aktion "Ein Herz für Kinder" zugute.

Sie sind einfarbig, gemustert oder bunt und haben in etwa die gleiche Länge von zwei Metern und eine Breite von 25 Zentimetern: Die selbst gestrickten Schals, die bisher für die berlinweite Aktion zusammengekommen sind, haben die Mitarbeiter der Kubus gGmbH im Nachbarschaftstreff Sonnenblick bereits aneinander genäht. Zwei gigantische Rollen sind daraus entstanden, die nur mithilfe zahlreicher Hände entlang der Sonnenallee abgewickelt werden können. Von der Aronsstraße bis zum Hotel Estrel reicht die Wollschlange jetzt und misst 278 Meter. Zusammenkommen sollen allerdings mehr als 500 Meter. "Das ist der bisherige Rekord, den ein karitativer Verein in Berlin zuvor mit Tüchern aufgestellt hat", erzählt Erika Rosenberger, Leiterin vom Haus Sonnenblick.

Noch etwa drei Monate bleiben Zeit, diesen Rekord einzustellen. Anfang Oktober soll das gigantische Strickwerk von Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) offiziell vermessen und danach in Einzelsegmenten versteigert werden. Den Erlös wollen die Mitarbeiter von Kubus für die Aktion "Ein Herz für Kinder" spenden. Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Rekordversuch für einen guten Zweck kam auf, nachdem eine Frau auf dem Weihnachtsbasar des Nachbarschaftstreffs einige ihrer selbst gestrickten Schals nicht verkauft hatte.

Kurz nach Bekanntwerden der Aktion im Februar durch einen Aufruf in der Berliner Woche spendeten dann die Gropius Passagen Wolle, die die Mitarbeiter von Kubus im Laufe eines Tages im Einkaufszentrum verteilten.

"Aus der Wolle haben wir schon viele Schals zurück erhalten", freut sich Erika Rosenberger. Viele Strickspenden kommen inzwischen nicht nur aus Neukölln, sondern auch aus anderen Bezirken sowie von den Quartiersmanagements. "Darüber freuen wir uns sehr. Dennoch fehlen bisher noch 222 Meter für unseren Rekord", sagt Gernot Zessin, Pressesprecher des gemeinnützigen sozialen Trägers. Wer einen oder mehrere Schals sowie Wolle spenden möchte, kann sie im Nachbarschaftstreff Haus Sonnenblick in der Sonnenallee 273 abgeben oder aber donnerstags von 12 bis 14 Uhr in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen mitstricken.

Weitere Informationen unter 39 20 10 32 oder www.kubus-berlin.de.

Sylvia Baumeister / SB
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