Platz der Stadt Hof wird umgestaltet und erweitert

Während Heinz Buschkowsky den Gehweg bearbeitete, warteten Thomas Blesing (links) und Ephraim Gothe auf den ersten Spatenstich. (Foto: Sylvia Richter)

Neukölln. Entlang der Karl-Marx-Straße gibt es seit dem 17. August eine weitere Baustelle: Der unscheinbare Platz der Stadt Hof soll ein neues und attraktiveres Gesicht erhalten, an dessen Entstehung die Bevölkerung unmittelbar mitwirkt.

Vier Monate später als geplant rollen nun endlich die Bagger über den Platz der Stadt Hof an der Einmündung der Ganghofer- und der Richardstraße. Schon im April sollten ursprünglich die Bauarbeiten beginnen. "Aufgrund der vorläufigen Haushaltssperre in Berlin war das aber zuvor nicht möglich gewesen", erklärte Baustadtrat Thomas Blesing zum symbolischen ersten Spatenstich am Platz, den er am 17. August zusammen mit Bürgermeister Heinz Buschkowsky und Staatssekretär Ephraim Gothe (alle SPD) vornahm. Der Platz wird nicht nur hübscher, sondern soll zukünftig eine ganze Reihe von Anfordernissen erfüllen: Als Teil des schrittweisen Umbaus der Karl-Marx-Straße, die wieder in neuem Glanz erstrahlen soll, wird er zum zentralen Dreh- und Angelpunkt der Wohn-, Kultur- und Geschäftsmeile. Für eine neue Aufenthaltsqualität wird es eine großzügige, erweiterte Fläche geben, die vielfältig nutzbar ist und sowohl zum Verweilen einlädt, als auch Veranstaltungen ermöglicht. Vorgesehen sind Sitzmöglichkeiten, mehr Bäume und ein neues Bistro. Weil der Platz den Wünschen der Neuköllner entsprechen soll, hatten sie im Rahmen der Aktion Karl-Marx-Straße mehrfach Gelegenheit, sich an der Planung zu beteiligen.

Das wird sich später in der Gestaltung des 2500 Quadratmeter großen Platzes widerspiegeln: Ein biografisches Mosaik aus acht verschiedenen Steinsorten symbolisiert künftig die 160 Nationalitäten des Bezirks. Wer sich noch nicht beteiligt hat, kann das jetzt nachholen: Die Aktion Karl-Marx-Straße sucht derzeit einen neuen Namen für den Platz. Vorschläge können in dafür aufgestellten Boxen vor Ort abgegeben werden. Insgesamt 700 000 Euro kostet der Umbau. Der Senat finanziert 600 000 Euro aus dem Programm Aktive Stadtzentren, den Rest übernimmt der Bezirk. Blesing rechnet mit 15 Monaten Bauzeit und bittet schon jetzt um Geduld: "Es wird auch ein paar Schwierigkeiten für die Verkehrsteilnehmer geben."

Weitere Infos zum Bau gibt es im Internet unter www.Aktion-KMS.de.

Slyvia Baumeister / syri
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