Frauen bekommen noch immer weniger Lohn und Gehalt als Männer

Neukölln. Der 21. März ist in der ganzen Welt als "Equal Pay Day" bekannt. Auch in Neukölln forderten Frauen am vergangenen Freitag mehr Lohngerechtigkeit.

In diesem Jahr stand der Tag unter dem Motto "…und raus bist du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen". Frauenorganisationen wiesen mit der Kampagne darauf hin, dass Frauen immer noch schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Es gebe Lohnunterschiede von bis zu 22 Prozent. Der 21. März ist der "Equal Pay Day", weil Frauen im Schnitt erst an diesem Tag den Arbeitslohn zusammen haben, den ihre männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember des Vorjahres bekommen haben.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Edler betonte in einer Presseerklärung, dass diese Ungerechtigkeit viele Ursachen hat. Vor allem werde der unterschiedliche Lohn für gleiche Arbeit durch die traditionellen Rollenbilder beeinflusst. Dazu komme, dass Frauen mit Vorschulkindern häufig in Teilzeit oder in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Das wiederum liege vor allem daran, dass "die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht gegeben sind."

In Berlin hatten sich über 180 Unternehmen etwas Besonders für den 21. März ausgedacht. Sie starteten eine Rabattaktion von 22 Prozent. Aus Neukölln beteiligten sich 25 Unternehmen daran.

Auch am Neuköllner Rathaus hat Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) die Fahne zum Tag der Lohngerechtigkeit gehisst. Mit der Aktion "Rote Taschen" haben Neuköllner Vereine und Projekte auf den Aktionstag hingewiesen. Sie stellten die roten Taschen in Handarbeit her. Eine Auswahl der Taschen wird noch bis zum 3. April in der Galerie weib-art im Frauentreffpunkt Schmiede am Richardplatz 28 gezeigt. Jede Tasche ist ein Unikat. Zudem hatten in Neukölln verschiedene Initiativen gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Edler zum "Red Dinner" vorm Rathaus eingeladen. Dabei forderten sie ein generelles Umdenken bei Minijobs und Teilzeitbeschäftigungen.


Klaus Tessmann / KT
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