Garten der Generationen hat jetzt geöffnet

Der Carport auf der Terrasse des Gartens bietet Schutz bei einem kurzen Regenschauer. (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Mit viel Engagement kämpfte Sabine Karau seit letztem Frühjahr für die Errichtung eines Mehrgenerationengartens in der Kolonie National-Registrierkassen (NCR) e.V. an der Sonnenallee 187. Menschen jeder Altersgruppe aus den Kiez sind eingeladen, ihn ab sofort zu nutzen.

Lange Zeit war der 478 Quadratmeter große Gemeinschaftsgarten der Kolonie NCR an der Sonnenallee 187 kaum genutzt. So hatte die 51-jährige Laubenpächterin Sabine Karau Anfang vergangenen Jahres die Idee, einen Mehrgenerationengarten daraus zu machen. "Ich möchte diesen Garten als Treffpunkt nicht nur für die Pächter in der Kolonie, sondern für alle Menschen aus dem Kiez etablieren. Er soll offen sein für alle Generationen, für Zuwanderer und Menschen mit Behinderung", wünscht sich Sabine Karau.

Nach über eineinhalb Jahren hat sie ihr Ziel nun endlich erreicht. Am 6. September wurde der Mehrgenerationengarten offiziell mit einem Grillfest eröffnet. Es ist mittlerweile schon alles da, was geplant war: eine behindertengerechte Toilette, eine Laube mit Geräten, Geschirr, Kühlschrank und Kaffeemaschine, ein Insektenhotel und mehrere Bienenstöcke.

Darüber hinaus pflanzte Sabine Karau mit Hilfe von ehrenamtlichen Unterstützern Obstbäume an, Blumen, Gartenkräuter und Gemüse. Mitglieder der Kolonie und Nachbarn halfen ihr dabei. Für die Umbauarbeiten bedurfte es aber auch finanzieller Mittel. Denn unter anderem war eine neue Abwassergrube notwendig, eine Trockenmauer und eine behindertengerechte Toilette. Ein Carport samt Vorhängen aus Bundeswehrzelten dient nun als überdachte Außenterrasse. Dafür musste die Angestellte bei der Deutschen Rentenversicherung viele Klinken putzen - bei diversen Ämtern, Einrichtungen, Vereinen, bei Stiftungen und Firmen. Am Ende kamen Fördergelder und Geldspenden in Höhe von 15 000 Euro zusammen.

Die größten Beträge kamen von der Veolia Stiftung und vom Bezirksverband der Kleingärtner. Viele Firmen und Privatleute spendeten Material, wie Fliesen oder Holz. "Ich habe die Werbetrommel auf vielen Ebenen gerührt, um dieses Projekt zu verwirklichen. Bei allen Unterstützern bedanke ich mich herzlich", sagt die Initiatorin. Ursprünglich sollte der Garten schon zum 1. Juni fertig werden. "Aber dann ließ mich mein Maurer hängen", erzählt Sabine Karau. Nun ist sie froh und auch ein wenig stolz, dass es zumindest noch zum Ende des Sommers geklappt hat. Auch wenn eine benachbarte Kita und einige Senioren den Garten schon seit dem Frühjahr nutzen, hat sich Sabine Karau für die Zukunft noch viel vorgenommen: "Im nächsten Jahr arbeite ich weiter an einer Vernetzung mit der Nachbarschaft, damit der Garten von bekannter wird und ihn möglichst viele Menschen nutzen."


Sylvia Baumeister / SB
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