Neukölln erhält Bundesmittel für Zuzügler aus Südosteuropa

Neukölln. Seit mehr als drei Jahren fordert Neukölln mehr Geld für die zugezogenen Romafamlien. Nun sollen Mittel fließen.

Die einmalige Entlastung der besonders von Zuzüglern aus Südosteuropa betroffenen Kommunen in Höhe von 25 Millionen Euro hatte das Bundeskabinett voriges Jahr beschlossen. Aus diesem Topf erhält das Land Berlin nun drei Millionen Euro.

Jeweils 300 000 Euro werden an die besonders betroffenen Bezirke verteilt. Neben Neukölln sind das Mitte, Reinickendorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Marzahn-Hellersdorf. Weitere 1,5 Millionen Euro werden für die Umsetzung des "Berliner Aktionsplans zur Einbeziehung ausländischer Roma" eingesetzt. Dabei geht es um Maßnahmen im Bereich Schule, Beruf und Gesundheit, die die Lage der Roma und ihren Familien in den Bezirken verbessern sollen.

Bereits im vergangenen Jahr hat Neukölln für die Realisierung des Aktionsplans 93 900 Euro bekommen; jetzt wird auf 160 000 Euro aufgestockt. Insgesamt hat der Bezirk damit 460 000 Euro zusätzlich zur Verfügung, um Integrationsprojekte für die Zuzügler aus Südosteuropa zu finanzieren, von denen viele Roma-Familien aus Bulgarien und Rumänien sind.

Schulstadträtin Dr. Franziska Giffey (SPD) begrüßt die Vergabe der zusätzlichen Bundesmittel ausdrücklich.

Endlich ein Signal

"Jetzt gibt es endlich ein konkretes Signal. Wir werden das Geld vor allem bei der frühkindlichen und der schulischen Bildung einsetzen, um den Kindern, die zu uns kommen, eine bessere Zukunftsperspektive zu ermöglichen", sagt die Neuköllner Stadträtin.

Auf Beschluss des Bezirksamtes fließen die Mittel in weitere Kultur- und Sprachmittler an Schulen sowie im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst. Für frisch zugewanderte Kinder im Kitaalter soll es zusätzliche Sprachangebote und für ihre Eltern eine Beratung geben.

Ein Teil der Mittel ist vorgesehen für die Finanzierung von drei Stadtteilmüttern und die aufsuchende Sozialarbeit für Menschen in schwierigen Lebens- und Wohnverhältnissen. Wegen des gestiegenen Bedarfs in Nord-Neukölln wird außerdem die Mieterberatung ausgeweitet.


Sylvia Baumeister / SB
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