Umdenken im Jobcenter: Abgabe der Unterlagen wird wieder bescheinigt

Das Neuköllner Jobcenter ist das größte Deutschlands. Foto: Schilp (Foto: Schilp)

Das Jobcenter stellt wieder Eingangsbestätigungen für persönlich eingereichte Unterlagen aus. Das teilte kürzlich Sozialstadtrat Jochen Biedermann (Bündnis 90/Die Grünen) mit.

Wie berichtet, hatte sich das Jobcenter Ende Oktober dazu entschlossen, den Kunden die Entgegennahme von Papieren nicht mehr zu bescheinigen. Begründet wurde das mit zu langen Wartezeiten an den Schaltern.

Für die Bezirksverordnete Doris Hammer (Die Linke) ein Unding. Hartz-IV-Empfänger stünden mit leeren Händen da und könnten im Streitfall nicht beweisen, dass sie ihren Pflichten nachgekommen seien, kritisierte sie. In der Dezembersitzung der Bezirksverordneten stellte sie deshalb eine Anfrage zum Thema.

Das Bezirksamt sei von der Änderung bedauerlicherweise nicht informiert worden, so Biedermann. Auf Nachfrage habe ihm das Jobcenter Mitte Dezember jedoch mitgeteilt, eine Bescheinigung werde nur noch „in Fällen von Fristwahrungen“ ausgehändigt, zum Beispiel bei Widersprüchen und Klagen.

Doch offensichtlich hat ein Umdenken stattgefunden. „Inzwischen hat uns die Geschäftsführung des Jobcenters offiziell bestätigt, dass wieder Empfangsbestätigungen ausgestellt werden“, so der Stadtrat. Mehr noch: Ab diesem Monat sollen Menschen, die Unterlagen an die zentrale Mailadresse des Jobcenters schicken, eine automatische Antwort bekommen. Diese würde ebenfalls als Beweismittel für die Kunden dienen, so die Mitteilung der Geschäftsführung.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.