Zwei neue Jugendclubs geplant

Für den Stadtrat Falko Liecke gehört es schon zur Tradition für die Besucher im Gemeinschaftshaus Morus 14 zu kochen. (Foto: Klaus Tessmann)
Berlin: Morus 14 |

Neukölln. Wenn Jugendstadtrat Falko Liecke im Gemeinschaftshaus Morus 14 am Kochtopf steht, ist dies in erster Linie für ihn nicht Arbeit, sondern soziales Engagement.

„Ehrenamt heißt für mich, sich für andere Menschen einzusetzen, für andere etwas tun.“ Und so steht er im Haus Morusstraße 14 in der Küche und kocht für die Besucher. Dieses Mal hat er mit seinen fleißigen Helferinnen Sabine Amelungsen und Justine Josionek Geflügelgeschnetzeltes mit Kurkuma-Reis, Salat und einen Quark-Keks-Traum gezaubert.

„Mit dieser Aktion möchte ich vor allem die Schülerhilfe von Morus 14 unterstützen“, sagt der CDU-Stadtrat. Viele ehrenamtliche Mitstreiter helfen Kindern und Jugendlichen bei den Hausaufgaben, geben Nachhilfeunterricht oder Deutschkurse. „Wir haben hier im Rollbergviertel einen jungen Mann, der dank dieser Hilfe jetzt sein Abitur mit 1,4 geschafft hat", so Liecke. Ein gebürtiger Berliner mit kurdischen Eltern. „Onur ist hier im Kiez aufgewachsen“, erklärt Liecke. Der Stadtrat ist sich sicher, dass es Onur auch gelingen wird, sein Wunschfach Medizin zu studieren.

Doch nicht nur im Gemeinschaftshaus – Träger ist der Verein Morus 14 – soll etwas für Kinder und Jugendliche getan werden, sondern auch in den 40 Jugendclubs im Bezirk. „Wir haben für das Haushaltsjahr 2016/2017 die Jugendarbeit als Schwerpunkt festgelegt“, erklärt Liecke. Dazu gehöre auch, dass neue Clubs gebaut oder bestehende Einrichtungen erweitert werden.

Als Beispiel nennt Liecke das „Trapez“ im Rudower Frauenviertel. Die Einrichtung musste geschlossen werden, weil der Bezirk kein Geld mehr dafür hatte. Nun soll dort wieder Leben einziehen. „Wir haben die Jugend im Umfeld gefragt, was sie sich wünscht“, sagte Liecke. Es soll eine sportbetonte Einrichtung werden. Auch Mediengestaltung wurde von den Jugendlichen gewünscht. „Wir sind zur Zeit im Ausschreibungsverfahren“, sagt der Jugendstadtrat und hofft, dass der Klub Mitte 2016 wieder geöffnet hat.

Im Norden des Bezirks sollen Kapazitäten erweitert werden. Für den Flughafenkiez wurden zusätzliche Straßensozialarbeiter eingestellt. Außerdem will das Bezirksamt in der Reuterstraße 10 einen neuen Jugendclub bauen – und zwar an der Ecke Erlanger Straße, neben dem "Blueberry Inn". Dafür stehen 1,7 Millionen zur Verfügung. „Damit wollen wir ordentliche Räume für die Kinder und Jugendlichen im Flughafenkiez schaffen.“ Dort könnten sie dann Hausaufgaben machen und ihre Freizeit mit Gleichaltrigen verbringen. Der Club solle helfen, die Kinder und Jugendlichen von der Straße holen, die sich sonst in den Einkaufszentren treffen. KT
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