Mit viel Ehrgeiz zum Erfolg

Lisa Marie Kwayie hat einen großen Traum: Einmal bei der Olympiade dabei sein. (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Mit 19 Jahren ist Lisa Marie Kwayie die jüngste Trägerin der Neuköllner Ehrennadel 2015, die im Dezember an sechs Neuköllner für besondere Dienste um den Bezirk verliehen wurde (wir berichteten). Für die Jugend stellt die Sprinterin der Neuköllner Sportfreunde ein wichtiges Vorbild dar.

Es ist schon beeindruckend, was die erst 19-jährige Lisa Marie Kwayie als Sprinterin bei den Neukölln Sportfreunden erreicht hat: Berlins Nachwuchssportlerin des Jahres 2014 errang bei den Deuschen Jugendmeisterschaften vier Silbermedaillen und einmal Bronze. Mit der vier Mal 100 Meter-Staffel gewann sie Bronze bei den Junioren-Weltmeisterschaften in den USA 2014. Bei den Deutschen U-20 Meisterschaften im gleichen Jahr belegte sie Platz drei im 100 Meter Lauf und wurde Zweite auf 200 Meter. Trotz einer längeren Trainingspause, die sie aufgrund von Rückenproblemen und eines gebrochenen Sprunggelenks im letzten Jahr einlegen musste, hat sie sich weiter gesteigert. So qualifizierte sich die junge Athletin für den B-Kader Pool der Sprinterinnen für die internationalen Wettkämpfe der Frauen, die dieses Jahr anstehen.

Dieser Erfolg flog Lisa Marie Kwayie, die seit fünf Jahren bei den Neuköllner Sportfreunden trainiert, keineswegs zu, auch wenn Trainer Frank Paul ihr ein „ungewöhnlich großes Talent“ bescheinigt. Mindestens fünfmal, vor Wettkämpfen auch sechsmal in der Woche, steht das Training auf dem Programm, auch in den Ferien, wenn andere am Strand liegen. „Es erfordert viel Zeit, viel Fleiß und Disziplin, wenn man im Sport ganz oben stehen will“, weiß Lisa Marie Kwayie und räumt ein: „Manchmal fällt es mir schon schwer, nach dem Lernen für die Klausuren abends noch zum Training zu gehen.“

Starke Leistung

Frank Paul hat „großen Respekt“ vor ihrer Motivation und Leistung, die sie immer auf den Punkt genau abrufen kann: „Lisa hat ein klares Ziel vor Augen, dafür übt sie viel Verzicht. Und sie hat das Potenzial, dass es so weitergeht“, meint der Trainer. Erstmal steht das Abitur auf dem Programm der jungen Frau, die im Alter von drei Jahren aus Ghana nach Deutschland kam und später etwas im Bereich „Soziales“ studieren möchte. Dennoch will sie weiter ohne Pause trainieren. Für ihren größten Traum, die Teilnahme an der Olympiade. Spätestens 2020 möchte sie da mitlaufen. Vielleicht klappt es sogar schon dieses Jahr erstmals bei der Deutschen Staffel. SB
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