Tasmania sichert sich die Berliner Vizemeisterschaft

Eine Hand am Pokal: Tasmania (links) beim Einlaufen zum Berliner Pokalfinale. (Foto: JouLux)

Neukölln. Was für ein Saisonfinale: Sie hatten eine Hand am Berliner Pokal. Einige Tage später platzten auch ihre Aufstiegsträume.

Am Ende blieb den Tasmanen jeweils nur der undankbare zweite Platz. Doch der Name Tasmania Gropiusstadt hatte im Berliner Fußball endlich mal wieder für große Schlagzeilen gesorgt. Detlef Wilde, der 1. Vorsitzende, trägt es mit Fassung: "So ist Fußball und trotzdem war es eine tolle Saison."

Die Leistung der Neuköllner erscheint noch einmal in einem ganz anderen Licht, wenn man weiß, dass das Team ziemlich miserabel in die Saison gestartet war. Drei Punkte aus fünf Spielen, so die magere Ausbeute. Den Rest erledigten die Tasmanen allein durch ihre fantastische Rückrunde. Am Ende fehlten zwei Punkte und vier Tore für den Berliner Meistertitel und den Aufstieg in die Oberliga Nordost/ Nord.

Absoluter Saisonhöhepunkt war ohne Zweifel das Erreichen des Berliner Pokalfinales. Gegen Viktoria 89, immerhin zwei Klassen höher, lieferten die Neuköllner zu Hause ein engagiertes Spiel ab, allerdings ohne für ihre Mühen belohnt zu werden. Tasmania war an diesem Abend der moralische Sieger, aber der Titel und die damit verbundenen 100.000 Euro Antrittsgeld für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal gingen an Viktoria 89.

Inzwischen planen die Neuköllner für die nächste Saison. "Wir wollen unsere Leistung bestätigen", sagt Detlef Wilde. Die Voraussetzungen sind gut. " Das Team bleibt zusammen", bestätigt Wilde. Darüber hinaus werde die Mannschaft noch punktuell verstärkt.

Trotz aller Freude mussten die Verantwortlichen auch einen bitteren Rückschlag einstecken: Obwohl die B-Junioren eine tolle Rückrunde spielten, mussten sie aus der NOFV-Junioren-Regionalliga absteigen. Am Ende fehlte nur ein Pünktchen. "So ist Fußball", ließe sich Detlef Wilde hier noch einmal treffend zitieren. Der 1. Vorsitzende der Tasmanen hat klare Vorstellungen, wohin der Zug "Jugend" in naher Zukunft fahren soll: "Wir müssen beide Teams, die A- wie auch die B-Junioren, wieder in die überregional spielende NOFV-Junioren-Regionalliga hieven." Dieser Schritt ist in den nächsten Jahren auch absolut notwendig, um die Qualität zu sichern. Andernfalls, so Wilde, werde die Schere zwischen Jugend- und Herrenbereich bald zu weit auseinanderklaffen.


Fußball-Woche / ww
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