Kreativ und einzigartig : Junge Unternehmerin setzt auf Fairware-Mode

Ihr Label „Dit is Balin“ stellt Katrin Jacobi auf dem Neuköllner Stoffmarkt vor. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Neuköllner Stoffmarkt | „

Berlin. Was wäre Berlin ohne lebendige Einkaufsstraßen und attraktive Geschäfte? Doch der Wandel im Handel hinterlässt Spuren. Damit der lokale Einzelhandel eine Zukunft hat, engagieren sich zahlreiche Geschäftsleute. Im Rahmen der Aktion „Das geht uns alle an!“ stellt die Berliner Woche ein Beispiel vor.

Jeden Sonnabend steht Katrin Jacobi auf dem Neuköllner Stoffmarkt am Maybachufer. Seit einem Jahr verkauft die Kommunikationsdesignerin an ihrem Stand gleich gegenüber der Ankerklause authentische Fairware-Mode. Zur Kollektion ihres Labels „Dit is Balin“ gehören T-Shirts und Sweatshirts für Männer und Frauen sowie Stoffbeutel und -taschen. Jedes ihrer Unikate bedruckt Kartin Jacobi selbst per Hand. „Alle Produkte stammen aus fairem Handel und sind zertifiziert“, erzählt sie.

Vor allem Touristen kaufen ihre handgemachte Mode mit Aufdrucken wie „No 815 Berlin Neukölln“, „Girls Girls Girls“ oder „Party Hard Berlin“. Eine besondere Bedeutung versteckt sich hinter „Team Bacon“. Das soll eine Art Gegenentwurf zum veganen Friedrichshain sein, "damit sich der Fleisch essende Friedrichshainer nicht so allein fühlt,“ lacht die Jungunternehmerin. Vor einigen Jahren belegte sie einen Siebdruckkurs und begann T-Shirts mit Biofarben selbst zu bedrucken. Vor einem Jahr beschloss sie, diese kreative Arbeit zu einem Geschäft zu machen.

„Der Neuköllner Stoffmarkt ist ideal, weil ich dort verkaufen möchte, wo ich auch produziere“, erklärt die 41-Jährige. Um mit den Kunden ins Gespräch zu kommen, hat sie sich etwas Besonderes ausgedacht. Jeder, der einige Blicke auf ihre Waren wirft, erhält neben einem Flyer mit Infos zu „Dit is Balin“ Aufkleber und Postkarten mit den Motiven des Labels. „So komme ich mit den Besuchern in Kontakt. Es gibt viel Redebedarf, weil die Leute eine Menge über Bioware wissen wollen“, erzählt Katrin Jacobi.

Zu ihren Stammkunden gehört der 26-jährige Künstler Ronny Schlömer. Er schaut regelmäßig vorbei, „weil es Bioware ist und Katrin die besten Styles hat“, sagt er. Obwohl ihre T-Shirts auch in zwei Kreuzberger Geschäften vertrieben werden („polli überall“ in der Körtestraße 3 und „Let it bleed“ in der Oranienstraße 194), kann Katrin Jacobi von ihrem kleinen Unternehmen noch nicht leben.

Deshalb arbeitet sie weiterhin als Kommunikationsdesignerin. Doch bis Ende des nächsten Jahres soll sich ihr kleines Unternehmen so weit entwickelt und vergrößert haben, dass es Gewinne abwirft. Infos unter www.ditisbalin.com. SB
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