Raus aus der Arbeitslosigkeit: Neuköllner Jugendberufsagentur hat ihre Arbeit aufgenommen

Die neue Jugendberufsagentur hat ihren Standort in der Sonnenallee 282, wo auch die Agentur für Arbeit ansässig ist. Foto: Sylvia Baumeister (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Jugendberufsagentur Neukölln |

Neukölln. Seit dem 10. Oktober gibt es im Bezirk eine Jugendberufsagentur. Junge Menschen finden in der Sonnenallee 282 Hilfe und Unterstützung beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium.

Mit der Eröffnung dauerte es allerdings länger als erhofft, weil es zunächst keinen geeigneten Standort gab. Deshalb konnten die Neuköllner ihre Jugendberufsagentur erst als vorletzter Bezirk eröffnen. Die Adresse scheint aber optimal gewählt. In der Sonnenallee 282 sind bereits die Agentur für Arbeit Berlin Süd und ihr Berufsinformationszentrum (BiZ) angesiedelt. Die neue Behörde in der ersten Etage soll Jugendlichen helfen, ihren Weg in den Beruf zu finden. Das ist, angesichts der Schulabbrecher-Quote im Bezirk von 16 Prozent keine leichte Aufgabe.

Binnen zwei Jahren soll jeder Jugendliche fit für eine Ausbildung gemacht werden, so das Ziel der Kooperationsvereinbarung. Zahlreiche Institutionen sind nun unter einem Dach versammelt, miteinander vernetzt, und sie wollen Hand in Hand arbeiten. Neben der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter sind auch Berater von Berufsschulen vertreten, die Jugendberufshilfe des Jugendamts und die Jugendhilfe. Sie sollen gemeinsam mit den Jugendlichen auch persönliche Probleme angehen, die einer Ausbildung im Wege stehen. Zusätzlich haben sich die Sucht- und Schuldnerberatung, psychosoziale Berater und das Jugendberatungshaus Neukölln angesiedelt.

Seit 2002 bietet der Träger, das Neuköllner Netzwerk Bildungshilfe (NNB), in der Glasower Straße Jugendlichen praktische Hilfen an, etwa Bewerbungstrainings oder MSA-Vorbereitungskurse. „Wir wollen nicht nur Problemfälle, sondern alle Jugendlichen erreichen“, erklärte Birgit Wolf, Leiterin des Projekts Wedernet vom NNB.

Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hofft, dass sich mithilfe der Jugendberufsagentur die Anzahl der jungen Leute unter 25 Jahren, die Hartz-IV beziehen, deutlich verringert. „Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass sie Kenntnis von dieser Behörde bekommen.“ SB

Infos unter www.jba-berlin.de/home/fuer-jugendliche-und-junge-erwachsene/neukoelln.
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