Mann holte Fünfjährigen aus dem eiskalten Wasser

Hier stürzte der Fünfjährige in die eisige Spree. (Foto: Ralf Drescher)

Niederschöneweide. Die Uferpromenade an der Hainstraße wurde für einen Fünfjährigen am 4. Februar fast zur Todesfalle. Als seine Mutter vermutlich durch ein Gespräch abgelenkt war, stürzte der Junge in das eiskalte Wasser.

Gegen 18.15 Uhr ging er ein paar Schritte zum Spreeufer. Der Fluss ist an dieser Stelle durch ein Fußgängergeländer gesichert. Vermutlich ist das Kind durch das Geländer geklettert. Als die Mutter nach ihrem Sohn schaute, war er verschwunden. Verzweifelt rief sie um Hilfe. Ein 46-jähriger Spaziergänger hört das und eilte herbei. Gemeinsam suchten Mutter und Zeuge Ufer und Fluss ab und fanden das Kind im Wasser. Ohne Zögern sprang der Mann in die Spree und holte den Fünfjährigen aus dem Wasser. Inzwischen waren weitere Zeugen auf das tragische Geschehen aufmerksam geworden. Einer 24-Jährigen und ihrem 30 Jahre alten Begleiter gelang es, den Jungen bereits vor Eintreffen der Feuerwehr ins Leben zurückzuholen. Von den Rettungskräften wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Gegen die 26-jährige Mutter wird laut Polizei wegen Verdachts der Verletzung der Aufsichts- oder Erziehungspflicht ermittelt.

Der mutige Einsatz des 46-jährigen Retters und seiner Helfer ist bereits die zweite derartige Tat innerhalb weniger Monate in Treptow-Köpenick. Im Oktober hatten zwei Angler auf dem Seddinsee zwei Schmöckwitzer Ruderer aus akuter Lebensgefahr gerettet (die Berliner Woche berichtete).


Ralf Drescher / RD
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