Neuer Investor veränderte das Konzept

Niederschönhausen. Die Bauarbeiten am Wohnquartier "Orangeriepark" sollen in absehbarer Zeit fortgesetzt werden.

Entsprechende Pläne präsentierten Vertreter einer Hamburger Wohnungsbaugesellschaft im Ausschuss für Stadtentwicklung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Das Vorhaben war bereits 2010 von einem privaten Investor begonnen worden. Dieser wollte in mehreren Bauabschnitten 90 Wohnungen an der Dietzgenstraße 6-10 errichten. Wie es intern heißt, übernahm er sich aber mit diesem Projekt. Deshalb wird es nun von der Hamburger Wohnungsbaugesellschaft fortgesetzt.

Diese hat zwar eine gültige Baugenehmigung in der Hand, entschied sich aber in Abstimmung mit dem Bezirksamt für Umplanungen. So soll jetzt doch nicht so viel Baumasse entstehen, wie ursprünglich geplant. Vorgesehen ist zunächst, die früheren Villen der Orangerie denkmalgerecht zu sanieren. In diesen sollen Wohnungen eingebaut werden. Es gab zwar die Idee, hier ein Café für die Besucher des benachbarten Schlosses Schönhausen einzurichten, aber aus wirtschaftlicher Sicht und unter Denkmalschutzaspekten ist das nicht möglich.

Des Weiteren ist geplant, in drei Häusern insgesamt 80 Wohnungen neu zu bauen. Auf dem Grundstück wird ein besonderes Landschaftskonzept mit viel Grünfläche umgesetzt. Geplant ist außerdem, 160 Fahrradstellplätze sowie 60 Pkw-Stellplätze unterirdisch anzulegen.

Die Verordneten des Stadtentwicklungsausschusses nahmen die Baupläne zwar zur Kenntnis, waren aber nicht sonderlich begeistert. Mehrere Verordnete kritisierten, dass hier zu massiv gebaut werde. Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) entgegnete, dass es für das Vorhaben bereits seit Jahren eine gültige Baugenehmigung gibt. "Deshalb sind wir froh, dass wir uns mit dem neuen Investor zusammensetzen und noch einige eigene Ideen in die Planungen einbringen konnten." So falle die Bebauung nicht derart massiv aus.

Wann die Bauarbeiten am Orangeriepark fortgesetzt werden, steht noch nicht fest. Da die Baugenehmigung vorliegt, kann es aber jederzeit losgehen.


Bernd Wähner / BW
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