Strom vom Dach fließt ins Haus: Gesobau und Stadtwerke starten ein Gemeinschaftsprojekt

Niederschönhausen. „Mieterstrom“ heißt ein neues Gemeinschaftsprojekt der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau und der Berliner Stadtwerke. In einem Modellvorhaben wird dieses Projekt zunächst in einem Haus an der Rolandstraße umgesetzt.

Dieser Tage wird auf dem Dach des Hauses eine Photovoltaikanlage mit 800 Quadratmetern Fläche montiert. Sie erreicht nach ihrer Inbetriebnahme im Oktober eine Leistung von 100 Kilowatt peak (kWp). Der so produzierte Ökostrom wird ins Netz des Hauses eingespeist und kommt ganz unmittelbar den Mietern zugute.

Mit dem Mieterstrommodell möchten die Berliner Stadtwerke, ein Tochterunternehmen der Berliner Wasserbetriebe (BWB), einen neuen Weg der Energieerzeugung und -nutzung gehen. „Die Energie wird direkt auf dem Dach des Wohnhauses erzeugt und ohne den Umweg über die üblichen Übertragungsnetze direkt vor Ort genutzt“, erklärt BWB-Pressesprecher Stephan Natz. „Die Wohnungsbaugesellschaft stellt die Dachfläche bereit, die Stadtwerke bauen die Photovoltaikanlage und gewinnen den für die Vollversorgung des Hauses notwendigen Grün-Strom durch Zukauf beziehungsweise mit Anlagen an einer anderen Stelle.“ Der Vorteil für die Mieter in dem Modellhaus: Sie können auf eine hervorragende Klimabilanz ihres Stromes verweisen und zahlen weniger für ihren Strom als bei üblicher Stromversorgung.

Gesobau und Stadtwerke vereinbarten, nach dem Bau der ersten gemeinsamen Photovoltaikanlage in absehbarerer Zeit zwei Folgeprojekte in Angriff zu nehmen. „Wir freuen uns, dass wir mit der Gesobau eine große Wohnungsbaugesellschaft als Partnerin für unser erstes Mieterstrom-Projekt gewinnen konnten“, erklärt Jörg Simon, der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke-Muttergesellschaft BWB. Jörg Franzen, der Vorstandsvorsitzende der Gesobau: „Für uns ist, neben dem konkurrenzfähigen Preis für nachhaltigen Strom, auch die autarke Erzeugung auf dem eigenen Wohnhausdach wichtig, die direkt den Mietern zugutekommt.“ BW
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