Gymnasiasten gestalten neue Ausstellung über Elisabeth Christine

Diese Schüler gestalteten unter Leitung ihrer Lehrerin Edda Streichardt die neue Ausstellung im Schloss Schönhausen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Schloss Schönhausen |

Niederschönhausen. Im Schloss Schönhausen hat eine Sonderausstellung eröffnet. Diese beschäftigt sich mit Leben und Wirken von Elisabeth Christine, der einstigen Königin von Preußen.

Sie wurde von Schülern recherchiert und gestaltet. Die Idee hatte Dr. Elke Röllig. Sie leitet die Geschichtswerkstatt am Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium. Bereits seit 16 Jahren organisiert sie mit Schülern der Klassenstufen zehn und 11 und Lehrern Preußen-Ausstellungen im Berliner Dom. Jedes Jahr findet sie ein neues Thema. Zurzeit sind bis zum 21. September im Dom Ausstellungstafeln zu „Preußen – Krieg, Frieden, Revolution“ zu sehen.

300. Geburtstag der bekanntesten Königin Preußens

Aber in diesem Jahr gibt es noch ein besonderes Jubiläum: den 300. Geburtstag der bekanntesten Königin Preußens, Elisabeth Christine (1715-1797). Sie war die Ehegattin Friedrichs II. Der Alte Fritz hielt sie allerdings auf Distanz. Deshalb verbrachte sie fast ihr ganzes Leben auf Schloss Schönhausen. Sie prägte maßgeblich dessen Gestaltung.

Das bevorstehende Jubiläum am 8. November brachte Elke Röllig auf die Idee, eine Ausstellung über die Königin direkt im Schloss zu zeigen. Den Förderverein Schloss & Garten Schönhausen hatte sie rasch auf ihrer Seite. Der Vereinsvorsitzende Uwe Katzer: „Elisabeth Christine hat in Pankow ein hohes Ansehen. Deshalb finde ich es sehr gut, dass sich Schüler aus unserem Bezirk intensiv mit ihr beschäftigen. Die neue Ausstellung ist zugleich der Auftakt unserer Vorhaben zum Jubiläum.“

Kooperation fortsetzen

Mit Unterstützung des Fördervereins konnte auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten für die Idee begeistert werden. Schlossbereichsleiter Jörg Kirchstein zeigt sich beeindruckt von den Recherchen und der Ausstellung. Und Schulleiter Dr. Peter Stock regte an, die Kooperation fortzusetzen.

„Bei der Arbeit an der Ausstellung haben wir viel gelernt“, gesteht Johann Gilles. Er gehört zu den zwölf Schülern des Leistungskurses Politische Wissenschaften, die die Schau erarbeiteten. „Wir mussten feststellen, dass es gar nicht so viele Informationen zu Elisabeth Christine gibt. Deshalb las ich mir erst einmal die Biographie über sie durch.“

„Gar nicht so einfach war es auch, die Tafeln für die Ausstellung anzufertigen“, so Onia Ellinghaus. „Wir mussten überlegen, was für Bilder wir verwenden und wie wir ein gutes Text-Bild-Verhältnis hinbekommen.“ Mit ihren Lehrern Edda Streichardt und Dr. Jonas Helbig hatten die Schüler aber fachkundige Unterstützer an ihrer Seite. Auf acht großformatigen Tafeln erfahren die Schlossbesucher nun mehr über die einstige Bewohnerin des Gebäudes, ihre Beziehung zu Friedrich, das Eheprojekt mit dem Preußenkönig, ihre Einsamkeit im Schloss und ihr Leben nach dem Tod des Alten Fritz. BW

Die Ausstellung ist bis zum 8. November dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen auf www.foerderverein-schoenhausen.de.
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