Ritter- und Wikingerfest soll 2016 unter Auflagen wieder in Pankow steigen

Niederschönhausen. Michael Rietschel kann aufatmen. Im nächsten Jahr soll sein Fest auf dem Schützenvereinsgelände in der Hermann-Hesse-Straße 82 doch genehmigt werden.

Allerdings wird es nicht das traditionelle Mittelalter- und Wikingerspektakel sein. Das wollte er im April wieder organisieren. Für dieses hatte ihm das Bezirksamt aber die Genehmigung verweigert (die Berliner Woche berichtete). Dabei hatte Rietschel bereits seit acht Jahren das Spektakel veranstaltet. Zuletzt mit 6000 Zuschauern. Aber ein Festveranstalter wollte das Gelände ebenfalls nutzen. Dafür bekam dieser vom Bezirksamt keine Genehmigung. Begründung: Beim Schützenvereinsgelände handelt es sich um eine Sportanlage. Dort dürften nur Sportveranstaltungen stattfinden.

Dem widersprach der Veranstalter mit Hinweis auf das Mittelalter- und Wikingerspektakel. Daraufhin entschied die für Sport zuständige Stadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD), dass ab 2015 nur noch Sportveranstaltungen an der Hermann-Hesse-Straße stattfinden dürfen. Dass er sein Spektakel nicht mehr in Pankow organisieren darf, wollte Michael Rietschel nicht akzeptieren. Er erhielt Unterstützung von den Schützenvereinen, die die Sportanlage nutzen. Außerdem sammelte er mit weiteren Unterstützern über 1700 Unterschriften. Schließlich führte sein Engagement dazu, dass sich auch die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit dem Thema befasste.

Die Grünen-Fraktion forderte das Bezirksamt auf, das Mittelalter- und Wikingerspektakel zuzulassen. Auf der jüngsten Sitzung des BVV-Ausschusses für Schule und Sport konnte ein Kompromiss erzielt werden. Michael Rietschel darf das Spektakel weiter organisieren, muss ihm aber eine deutliche sportliche Ausrichtung geben. Im kommenden April wird das Spektakel allerdings nicht in Schönholz stattfinden. Die Absage des Bezirksamtes zwang Rietschel zum Umplanen. "Das Fest wird deshalb außerhalb Berlins, in Altlandsberg, steigen. Aber ich gehe jetzt davon aus, dass es 2016 wieder nach Schönholz zurückkehrt", so der Veranstalter. Aber dann nicht als Mittelalter- und Wikingerspektakel, sondern als sportliches Familienfest.


Bernd Wähner / BW
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