Skladanowsky war ein Pankower: Freundeskreis präsentiert Geschichten zur Geschichte

Auf dem Titel des neuen Heftes ist ein Porträt des Filmpioniers Max Skladanowsky zu sehen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Brosehaus |

Der Freundeskreis der Chronik Pankow hat ein neues Mitteilungsblatt herausgebracht, das seit wenigen Tagen erhältlich ist. Auf dem Titelbild des Heftes ist ein Mann zu sehen, der zu den Filmpionieren zählt und in Niederschönhausen wohnte: Max Skladanowsky.

Dessen Wirken widmet sich im neuen Heft Dietmar Winkler. Er wohnt nämlich in dessen früherem Haus in der Waldowstraße 28. Gemeinsam mit seiner Frau Gisela erforscht und publiziert er zum Thema Zirkus- und Varieté-Geschichte. Max Skladanowsky (1863-1939) entwickelte gemeinsam mit seinem Bruder Emil das Bioskop. Mit diesem produzierten die Brüder Ende des 19. Jahrhunderts die ersten bewegten Bilder. Später traten sie im Varieté Wintergarten damit auf und zeigten ihre Kurzfilme.

Eine Berliner Gedenktafel am Haus erinnert heute an Max Skladanowsky. „Viele Jahre lebten wir noch mit Skladanowskys Tochter im Haus“, sagt Dietmar Winkler. Als sie starb, hinterließ sie den Winklers etliche Erinnerungsstücke. Die passen wunderbar in ihr Zirkus- und Varité-Archiv.

Im neuen Heft der Pankower Heimatforscher widmet sich Werner Mach außerdem Pankower Künstlern. Vor allem geht er auf Käthe Kollwitz, die vor 150 Jahren zur Welt kam, und Otto Nagel, dessen 50. Todestag sich 2017 jährte, ein. Rainer Winkelmann informiert hingegen über das 1848 von dem Pädagogen, Schulpolitiker und Schulreformer Adolf Friedrich Wilhelm Diesterweg gegründete „Deutsche Pestalozzistift“. Diese Einrichtung nahm arme vater- oder elternlose Knaben auf. 1850 wurde das Stift auf einem Gartengrundstück zwischen der Ossietzkystraße (früher Schloßstraße) und der heutigen Pestalozzistraße eröffnet.

Über den gegenwärtigen Entwicklungsstand der Bauvorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Pankower Güter- und Rangierbahnhofs berichtet Arwed Steinhausen. Hans Klockmann informiert in seinem Beitrag über eine Ausstellung im Museum Pankow über die Werke und das Wirken der Pankower Malerin Beatrice Zweig (1892-1971). Sie wohnte mit ihrem Mann, dem Dichter Arnold Zweig, in der Homeyerstraße.

Das neue Heft des Freundeskreises der Chronik Pankow ist zu den Öffnungszeiten des Brosehauses in der Dietzgenstraße 42 (mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr) sowie in der Thalia-Buchhandlung im Rathaus-Center und im Buchlokal an der Ossietzkystraße für 2,90 Euro erhältlich.
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