Neue Ausstellung zur Entwicklung der Wollankstraße

Jutta und Werner Mach haben gemeinsam mit der Archivgruppe des Freundeskreises der Chronik Pankow die neue Ausstellung zur Wollankstraße vorbereitet. (Foto: BW)

Niederschönhausen. "Die Wollankstraße in Pankow" heißt die neue Ausstellung im Brosehaus. Der Freundeskreis der Chronik Pankow präsentiert in seinem Domizil in der Dietzgenstraße 42 auf 28 Tafeln die wechselvolle Geschichte dieser Hauptstraße im Pankower Zentrum.

Die Wollankstraße führt zwar hinter dem gleichnamigen S-Bahnhof noch ein ganzes Stück in den Ortsteil Wedding hinein, "aber wir haben uns bei unseren Recherchen nur auf den Pankower Teil konzentriert", berichtet Jutta Mach vom Vorstand des Freundeskreises. Dass sich der Verein jetzt die Wollankstraße für eine Ausstellung vornahm, liegt an der Resonanz auf seine beiden bisherigen Straßen-Ausstellungen. "Die Ausstellungen über die Dietzgen- und die Breite Straße waren sehr gut besucht", erklärt Jutta Mach. "Wir bekamen zu beiden Straßen noch zahlreiche Hinweise von Besuchern, erhielten Fotos und Dokumente. Solche Resonanz erhoffen wir uns natürlich auch auf die neue Ausstellung."

Mit dem Pankower Teil der Wollankstraße hatte die Archivgruppe des Freundeskreises, die sich um die Vorbereitung der Ausstellung kümmerte, reichlich zu tun. "Das Tolle an den Recherchen zu dieser Ausstellung war, dass alle Mitglieder unserer Gruppe einen direkten Bezug zu dieser Straße haben. Entweder wohnen oder wohnten sie mal in der Wollankstraße oder sie arbeiteten hier", sagt Werner Mach. Der pensionierte Kunstlehrer unterrichtete zum Beispiel seit 1967 25 Jahre lang an der Schule in der Wollankstraße 131.

Die Straße selbst hat eine mehr als 300-jährige Geschichte. "1703 war sie zunächst als Prinzenweg angelegt worden", sagt Jutta Mach. Ab 1876 hieß sie dann Prinzenstraße, und um 1883 wurde sie zur Wollankstraße. Wie die Heimatforscherin berichtet, ist auch nach umfangreichen Recherchen nicht ganz sicher, ob die Straße nach dem Gutsbesitzer Adolf Friedrich Wollank ( 1833-1877) benannt worden ist. Dieser war viele Jahre Amtsvorsteher in Pankow. Jutta Mach: "Aber die Familie Wollank besaß nördlich von Berlin so viele Ländereien und war so aktiv, dass die Straße möglicherweise auch nach der Familie benannt worden ist."

Intensiv recherchierten die Chronisten die Geschichte aller Häuser an der Pankower Wollankstraße. So erfahren die Besucher zum Beispiel mehr über das Haus mit der Nummer 1, das 1910 der Baumeister Carl Schmidt errichtete, oder über das Haus mit der Nummer 124, in dem sich die Glaserei Lassan befindet. Zu besichtigen ist die Ausstellung "Die Wollankstraße in Pankow" bis zum 22. Dezember sonntags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr im Brosehaus in der Dietzgenstraße 42. Mit Beginn des neuen Jahres wird sie dann noch bis zum 27. April gezeigt.


Bernd Wähner / BW
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