Sozialdienst sucht weitere Paten für junge Familien

Andrea Düspohl, Andrea Keil und Rita Konert vom Sozialdienstes katholischer Frauen hoffen auf engagierte Pankower, die Familienpaten werden möchten. (Foto: BW)

Niederschönhausen. Wenn sich Nachwuchs in der Familie ankündigt, ist die Freude in der Regel groß. Ist das Kind geboren, gibt es aber zunächst Babystress. Junge Mütter werden heute meist nach wenigen Tagen aus der Klinik entlassen. Zu Hause beginnt der ganz normale Wahnsinn. Das Baby schreit. Niemand kauft ein. Das Geschwisterkind ist eifersüchtig, und der besorgte Vater bekommt von der Firma keinen oder viel zu wenig Urlaub.

Da ist es gut, wenn andere Familienmitglieder, Nachbarn oder Freunde helfen können. Aber häufig sind Eltern, Geschwister und Bekannte über das ganze Land verstreut. So bleiben die jungen Eltern in den ersten Wochen meist sich selbst überlassen. Manche sind damit völlig überfordert. Sie zu unterstützen, dieser Aufgabe widmet sich das Projekt "Bärenstark ins Leben mit Familienpaten".

"Wir bieten den Familien frühe Hilfen an, damit sie besser ins Familienleben starten können", sagt Rita Konert, die das Projekt in Pankow leitet. "Bärenstark" ist ein Vorhaben des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). Dieser Verein betreibt in der Schönhauser Straße 41 den Familientreffpunkt Anna. Dort gibt es eine soziale Beratung für Familien, sagt dessen Leiterin Andrea Keil. Willkommen sind zu dieser Beratung Familien mit Unterstützungsbedarf mittwochs von 9 bis 13 Uhr sowie montags von 14 bis 18 Uhr. Des Weiteren wird dort ein Mutter-Kind-Treff angeboten. Für alle Familien steht auch das Agnes-Neuhaus-Café mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr offen.

Der SkF möchte nun noch intensiver junge Familien unterstützen. Das soll mit dem Bärenstark-Projekt gelingen. "Wir wollen diesen jungen Familien mit einer Patenschaft zeitnah, unbürokratisch und zuverlässig im Alltag helfen", sagt Rita Konert. Die ehrenamtlichen Familienpaten gehen jede Woche für drei bis vier Stunden in die Familien. Dort stehen sie Eltern als Gesprächspartner zur Verfügung. Sie betreuen das Baby, wenn die Eltern etwas zu erledigen haben. Sie begleiten bei Behördenhängen oder Arztbesuchen. Gibt es in der Familie bereits ein Geschwisterkind, spielen die Familienpaten auch mit ihm. Häufig kommen die Geschwister in der ersten Zeit zu kurz.

Mit ihrem Engagement leisten die Familienpaten Nachbarschaftshilfe im besten Sinne. Sie unterstützen aber auch dabei, weitere Kontakte zu nachbarn aufzubauen. Denn die Familienpatenschaft ist nicht auf Dauer angelegt, sondern nur für die ersten Wochen nach der Geburt. Damit die Paten gut vorbereitet in die Familien gehen, werden sie vom SkF in einer Schulung auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Weil gerade in Pankow der Bedarf an Familienpaten groß ist, werden stets Menschen gesucht, die dieses Ehrenamt übernehmen möchten. Diese melden sich bei Rita Konert unter E 47 75 32 60 oder per E-Mail an fruehehilfen-pankow@skf-berlin.de.

Bernd Wähner / BW
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