VfB Einheit zu Pankow weihte Edgar-Külow-Kurve ein

Vereinspräsident Jörg Milack an der Edgar-Külow-Kurve. (Foto: BW)

Niederschönhausen. Seinen 120. Geburtstag feierte vor wenigen Tagen der VfB Einheit zu Pankow. Auf seinen Platz in der Hermann-Hesse-Straße 80 lud er kürzlich zu einem großen Fußball-Familienfest ein.

Bewegender Höhepunkt war die Einweihung der Edgar-Külow-Kurve. Der Schauspieler, Kabarettist, Autor und Synchronsprecher Edgar Külow zählte zu den treuesten Fans des Vereins. Er kam, wann immer es sein Zeitplan zuließ, zu den Spielen auf den Paul-Zobel-Sportplatz und feuerte seine Mannschaft an. Auf der Homepage des Vereins erschien außerdem regelmäßig seine Kolumne "Der Eckenbrüller". Im vergangen Jahr verstarb er im Alter von 87 Jahren. Weil er so viele Jahre seinem Verein, in dem er selbst Ehrenmitglied war, die Treue hielt, wollte der VfB ihn zu seinem Jubiläum ehren. Mit Zustimmung seiner Familie wurde die Edgar-Külow-Kurve eingeweiht, von der aus das Spielfeld hervorragend zu überblicken ist. "Von hier aus hat er bis zuletzt immer die Spiele verfolgt", sagt Vereinspräsident Jörg Milack.Der VfB Einheit zu Pankow 1893 ist mit seinen 120 Jahren nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der größten Fußballvereine im Berliner Norden. Zurzeit hat er über 520 Mitglieder. "In unserem Verein spielen heute neun Herren- sowie 14 Jugendmannschaften", sagt Jörg Milack. "Weiterhin haben wir eine Frauenmannschaft und eine Freizeit-Herrenmannschaft." In seinen 120 Jahren erlebte der Verein eine wechselvolle Geschichte mit Höhen und Tiefen. Gegründet wurde er 1893 auf Anregung eines gewissen Dr. Hermani, der die Pankower Höhere Knabenschule leitete. Das VfB im Namen stand seinerzeit für "Verein für Bewegungsspiele". Die Vereinsmitglieder beschäftigten sich auf dem Rasen vor Schloss Schönhausen mit Cricket und Tennis. Doch schon wenig später avancierte der aus England importierte Mannschaftssport Fußball zum Schwerpunkt des Vereins.

Der schmerzlichste Einschnitt für den Verein kam im Mai 1951. Er musste geteilt werden. Im Verein spielten seinerzeit Fußballer aus West und Ost. Während sich der Ostverein auf Druck der sowjetischen Besatzungsmacht "Einheit Pankow" nennen musste, nannte sich der Verein im Westteil "VfB zu Pankow". Den Ostberlinern gelang es Anfang der 70er-Jahre sogar, einige Zeit in der DDR-Liga und zwei Jahre in der Oberliga zu spielen. Am 14. Mai 1991, nach dem Fall der Mauer, fusionierten beide Vereine zum heutigen VfB Einheit zu Pankow. Seitdem leistet der Verein auch eine sehr solide Nachwuchsarbeit.

Wer mehr über Spieltermine und den Verein wissen möchte, findet alle Infos auf www.vfb-einheit-zu-pankow.com.

Bernd Wähner / BW
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