Kirchengemeinde erinnert an das Schicksal der Familie Klepper

Die Tafel am Haus Teutonenstraße 23 erinnert an die Familie Klepper. Jetzt werden drei Stolpersteine verlegt. (Foto: Wikipedia)

Nikolassee. Am Donnerstag, 11. Dezember, um 17 Uhr werden Stolpersteine für Jochen und Johanna Klepper sowie für ihre Tochter Renate Stein vor dem Haus Teutonenstraße 23 verlegt. Sie lebten dort von 1939 bis 1942.

Die Familie des bekannten Theologen und Dichters Jochen Klepper nahm sich in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1942 gemeinsam das Leben, nachdem der Ausreiseantrag der Tochter ins Ausland gescheitert war. Jochen Klepper und seiner Frau Johanna drohte die Deportation. Die Familie wurde auf dem Friedhof Nikolassee bestattet. Klepper, geboren 1903 gilt als einer der bedeutendsten Dichter geistlicher Lieder des 20. Jahrhunderts.

Die Stolpersteine-Verlegung wird begleitet von einer kurzen Andacht. Pfarrer Steffen Reiche von der Evangelischen Kirchengemeinde Nikolassee und Pfarrerin Marion Gardei, Beauftragte für Erinnerungsarbeit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), werden der Verstorbenen gedenken und von ihrem Schicksal berichten. Im Anschluss werden im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde, Kirchweg 6, unter Anleitung von Kantorin Karola Hausburg Lieder von Jochen Klepper gesungen.


Ulrike Martin / uma
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