Das Projekt am Urselweg soll neue Familien anlocken

Der Infopavillon ist bereits da. Schallschutzmauern zum Bahn (links) und zur Potsdamer Chaussee (hinten) sollen den Bewohnern Lärm ersparen. (Foto: M. Schmidt)

Nikolassee. Auf der Brache an der Potsdamer Chaussee zwischen Urselweg und der Bahnlinie sollen in den nächsten 16 Monaten Wohnhäuser für Familien entstehen.

Noch beherrschen Sandbergen und Löcher das Dreieck an der S-Bahn, das vom Westen her durch die Niklasstraße zu erreichen ist. Aber ein Verkaufspavillon für die Interessenten der Häuser steht schon Gewehr bei Fuß. Nach Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens könne laut Stadtplanungschefin Sabine Lappe schon in wenigen Wochen mit dem Bau der 40 Reihen- und Doppelhäuser begonnen werden. Vor rund 18 Monaten hat die BBT-Gruppe das Gelände gekauft und dem Wohnungsbauprojekt den Namen "Seydyard" gegeben. Die Häuser richteten sich vorzugsweise an Familien, erklärt der Chef-Baumanager der BBT, Ingo Lindner. Dafür sprächen auch die Wohnflächen von 150 bis 170 Quadratmeter. Kosten würde eine solche Wohnung bis zu 629 000 Euro. Das soll nach Lindners Worten vor allem Menschen ansprechen, die sich Spitzenlagen nicht leisten könnten. Schallwände zur Bahn und zur Potsdamer Chaussee sollen das Wohnen im neuen Viertel lebenswert erhalten. Der bis zu fünf Meter hohe Holz-Lamellen-Lärmschutz wird dem BBT-Bereichsleiter zufolge noch mit einer Füllung versehen. Zudem werde der Schallschutz in Mäander-Form gebaut und mit Bäumen und Sträuchern umkränzt. "Um die Wand nicht sichtbar werden zu lassen", erklärt Stadtplanungschefin Lappe.

Kaum Probleme habe dagegen das Erdreich auf dem Grundstück gemacht, sagt Lindner. Dafür, dass der Boden zuvor gewerblich genutzt worden sei, habe es nur ein paar kleinere Belastungen gegeben.

Bis Februar hofft Lindner, für das Bauvorhaben Planreife zu erlangen. Der Antrag dazu liege seit Oktober vor. Dem Bebauungsplanverfahren hat die BVV bereits zugestimmt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.seydyard.de/

Martinus Schmidt / mst
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