CanSat-Team fährt zur Europameisterschaft

Das CanSat-Team aus der Wuhlheide: Yuna Reinhardt, Alec Dent, Christian Staudigl, Jasper Morse, Tina Nadolsky und Nana Reinhardt. (Foto: Ralf Drescher)

Oberschöneweide. Das FEZ ist bekannt für Spielaktionen und Theateraufführungen. Und in einem der Räume hat sich sogar eine Satellitenwerkstatt etabliert.

Sie gehört zum Space-Club im Orbitall, dem bereits zu DDR-Zeiten eingerichteten Raumfahrtzentrum. Der dort jetzt im Bau befindliche Minisatellit soll Ende Juni in Lissabon den Europameistertitel bringen.

Die Weltraumtüftler aus der Wuhlheide hatten bereits im vorigen Jahr einen Minisatelliten für den Deutschlandwettbewerb von CanSat gebastelt (Berliner Woche berichtete). Damit waren sie im Oktober in Bremen erfolgreich gewesen und hatten die Teilnahme an der EM gewonnen. "Seit November bauen wir am neuen Satelliten, denn unser alter Flugkörper hatte ein paar Kinderkrankheiten", berichtet Teamleiterin Sylvia Reinhardt vom Space-Club.

Wie schon beim Deutschlandwettbewerb stiftet der Veranstalter ein Elektronikmodul, weiteres Zubehör kann bis zum Wert von 200 Euro auf dessen Kosten bestellt werden. Der Minisatellit muss die Abmessungen einer Coladose haben. Am Fallschirm - der Aufstieg auf bis zu 1200 Meter erfolgt mit einer Rakete - muss er mit einer Geschwindigkeit von zehn Metern pro Sekunde zu Boden sinken. In dieser Zeit soll der kleine Flugkörper möglichst viele Daten sammeln.

"Wir sind dabei, vor allem die Sensoren zu verbessern. Wir bauen eine neue Kamera ein, die auch Videobilder übermitteln kann. Und die Temperatur- und Feuchtesensoren werden auch noch verbessert. Der neue Satellit hat auch einen Lagesensor, der uns den genauen Flugzustand übermittelt", erläutert Christian Staudigl, eines der jugendlichen Teammitglieder.

Inzwischen sind alle Sensoren getestet und mit der Hauptplatine verbunden. In den vergangenen Tagen bis zum Start erfolgt die Programmierung des Rechnerchips, der die Zusammenarbeit aller Komponenten organisiert. Denn Stunden vor dem Start müssen sich die Weltraumfans von ihrem kleinen Himmelskörper trennen. Der Einbau in die Feststoffrakete erfolgt aus Sicherheitsgründen in einer Sperrzone. Ihren CanSat sehen sie dann erst nach der hoffentlich glücklichen Landung wieder. Und dann steht auch fest, ob der EM-Titel in die Wuhlheide geht.

Wissenswertes auch unter www.spaceclub-berlin.de.

Ralf Drescher / RD
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