Ungewöhnliches Theaterstück für zehn Zuschauer an ungewöhnlichem Ort

Holger Foest und Marie Rodewald bringen ein Stück zur Erinnerung an den toten Vater auf die Bühne. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: RodewaldFoest |

Oberschöneweide. Wenn die Rodewald Foest Produktion ein Stück auf die Bühne bringt, darf man Ungewöhnliches erwarten.

In diesem Fall neben einem ungewöhnlichen Aufführungsort – eine alte TRO-Werkhalle – auch ein ungewöhnliches Thema. „An meinen toten Vater“ heißt szenische Stück von Holger Foest.

„Mein Vater Wolfgang ist im Februar 2011 beim Skifahren in den Alpen tödlich verunglückt. Reisen, wandern und die Berge waren seine Leidenschaft. Wir waren zum Beispiel drei Wochen zu Fuß in Schottland unterwegs. Ich versuche mit dem Stück, den tragischen Tod des Vaters aus dem Autobiographischen heraus zu beschreiben“, sagt Holger Foest. Gemeinsam mit Marie Rodewald hat er das Stück, bei dem jeweils zehn Zuschauer über Kopfhörer die Innenansicht eines trauernden Menschen erleben, auf die Bühne gebracht. Neben dem Tod tauchen auch dramatische Ereignisse wie die Fukushima-Katastrophe, die Aschewolke über Island oder der Massenunfall auf der Autobahn A 19 bei Rostock mit zehn Toten und 100 Verletzten in dem Bühnenstück auf.

Jede Vorstellung dauert 30 Minuten, in denen sich die Zuschauer mit dem Thema Tod und unserem Umgang damit auseinandersetzen müssen.
Vor zwei Jahren hatten Rodewald und Foest bereits mit einem Stück über die Demenz der eigenen Großmutter für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch damals war die alte TRO-Fabrikhalle der Aufführungsort.

„An meinen toten Vater“ vom 8. bis 14. Juli zum Teil viermal pro Tag, Wilhelminenhofstraße 83-85, Gebäude 70. Karten zu zwölf, ermäßigt zehn Euro unter 98 36 28 37, www.rodewaldfoest.com

RD
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