In den kommenden Wochen werden Kiefern gefällt

Die Linien markieren die Gasse für den Holztransporter. (Foto: Ralf Drescher)

Oberschöneweide. In der Wuhlheide unweit der Köpenicker Straße greift Revierförster Stefan Voigt zur Spraydose und markiert einen Kiefernstamm mit Farbe. Der Ring bedeutet, dass der Baum bald gefällt wird.

"Wir wollen hier einen stabilen Mischwald haben. Der Kiefernbestand wurde vor Jahrzehnten gepflanzt, die Eichen kamen durch Einschleppung von Eicheln durch Wildtiere hinzu. Da die Kiefern zu dicht stehen, bekommen die Eichen sogenannte Wuchsdepressionen", erzählt der Forstexperte. Der Jagen 329 befindet sich zwischen S-Bahnhof Wuhlheide, Innovationspark und der Bahntrasse nach Erkner. Er wird vor allem von Spaziergängern und Hundebesitzern aus dem Wohngebiet an der Hämmerlingstraße intensiv genutzt. Damit die Eichen künftig besser wachsen, werden pro Hektar rund 40 Kiefern gefällt. Dafür begutachtet Förster Voigt jeden einzelnen Baum vom Stammfuß bis zur Krone. "Die besten Kiefern bleiben natürlich stehen", sagt er. Die Bäume, die gefällt werden, bekommen einen Ring aus signalroter Sprayfarbe. Einige Bäume sind mit senkrechten Strichen gekennzeichnet. Die markieren die Gasse, auf der die Stämme, die überwiegend per Hand mit der Motorsäge gefällt werden, abtransportiert werden. Ein Baum am Wegesrand ist mit den Buchstaben "B B" markiert. "Das ist ein sogenannter Biotopbaum, der auf jeden Fall die nächsten Jahre erhalten werden soll. Diese Kiefer hat mehrere Spechtlöcher, die als wertvolle Bruthöhlen für Fledermäuse dienen", erläutert Stefan Voigt.Die Arbeiten sollen Ende November beginnen, bis Ende Januar 2013 soll alles erledigt sein. Waldwege werden nur im unmittelbaren Umfeld aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt.


Ralf Drescher / RD
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