Schüler wollten wissen, wie Zeitung gemacht wird

Die Schüler analysierten die Berliner Woche. (Foto: Ralf Drescher)

Oberschöneweide. Die Deutschstunde der 8a der Isaac-Newton-Oberschule beginnt. Lehrer Alexander Groß teilt Zeitungen aus, die Berliner Woche. Ich, der Reporter für Treptow-Köpenick, bin Gast in dieser Stunde.

"Willkommen in der Zeitungsredaktion" steht am Whiteboard, einer Art elektronischen Schultafel. Nun, eine Zeitung werden die Achtklässler in den nächsten 45 Minuten zwar nicht machen, aber die ausgeteilten Exemplare der Berliner Woche dafür umso stärker analysieren. Deutschlehrer Alexander Groß hat das Thema in den Stundenplan aufgenommen, weil er gern die Kompetenz der Schüler zum Medium Zeitung stärken möchte.

"Was fällt euch auf?", fragt Groß. "Schlagzeilen aus dem Bezirk", findet einer. "Wichtige Telefonnummern aus der Region", "viel Werbung" und "am Rand gelocht" schreibt der Lehrer außerdem mit Kreide an eine weitere Tafel. Er trennt die Eigenschaften in Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Berlins größtem Lokalblatt mit anderen Zeitungen. Es gibt Schüler, die die Berliner Woche oder auch die Tageszeitungen ihrer Eltern regelmäßig lesen, für andere ist das Medium noch relativ neu. Für den Beruf des Reporters interessieren sich dann aber doch wieder fast alle. Sie wollen wissen, was er für seine Arbeit braucht, woher die Berliner Woche ihre Themen bekommt und wie man sich beruflich in diese Richtung entwickeln kann. Selbst auf die Frage nach den Löchern am Zeitungsrand gibt es noch eine Antwort. Die sogenannten Punkthuren entstehen beim Transport in der Druckmaschine, wenn aus der endlosen Zeitungsbahn die einzelnen Seiten getrennt werden.

Zum Schluss der Stunde gibt es noch ein Gruppenbild der Schüler mit der Berliner Woche, die ihnen jetzt etwas vertrauter geworden ist - und vielleicht ein paar weitere Leser unter den Jugendlichen gewonnen hat.


Ralf Drescher / RD
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