Training für Vierbeiner: Sandra Schöneich bietet Leinenspaziergänge an

Sandra Schöneichs Stafford-Mix "Kessie" ist beim Hundetraining der etwas anderen Art immer dabei. (Foto: Ralf Drescher)

Oberschöneweide. Sandra Schöneich ist diplomierte Biologin. Ihr Arbeitsplatz ist aber nicht in Uni oder Labor, sondern unter anderem in der Wuhlheide. Dort bietet sie Leinenspaziergänge an.

"Hund und Halter müssen verstehen, dass ein Hund nicht immer und überall ohne Leine herumlaufen kann. Mensch und Hund können aber auch gemeinsam an der Leine tolle Dinge unternehmen", erklärt die 34-jährige Sandra Schöneich.

Die junge Frau hatte mit 17 ihren ersten eigenen Hund, hat rund zehn Jahre Hundesport betrieben. "Dadurch wurde meine Kessie immer aufgedrehter. Vor drei Jahren lernte ich dann eine Hundetrainerin kennen und habe selbst entsprechende Fachseminare besucht", sagt sie. Ende vorigen Jahres hat sie dann ihren Bürojob als Biologin gekündigt und arbeitet seitdem als freiberufliche Hundetrainerin. Und Kessie, der zehnjährige Stafford-Mix, ist als Assistent ständig dabei.

"Viele Hundebesitzer legen bei ihrem Tier großen Wert auf Spiel und Sozialisation, vergessen aber, dass ihr Tier auch ruhige Phasen braucht. Der Hund steht dann ständig vor dem Besitzer und fühlt sich für alles verantwortlich", weiß die Hundetrainerin. Kessie demonstriert für den Reporter, wie sie ruhig an der Leine läuft, getrennt von Herrin Sandra Schöneich durch eine Bankreihe. Oder über einen Baumstamm balanciert und dann auf einem Baumstubben ruhig Platz nimmt.

Bei ihren Hundespaziergängen sind dann sechs bis zehn Menschen mit ihren Tieren dabei. Die Gasthunde lernen das Balancieren, das Stehenbleiben vor einer Straße oder Zurückhaltung vor anderen Hunden. "Zwei Hundebesitzer müssen sich begrüßen können, ohne dass ihre Hunde miteinander Kontakt aufnehmen", sagt sie. Kessie ist stets dabei, mit ihr führt Sandra Schöneich die Übungen vor. Ihr Studienfach Biologie hat die junge Frau übrigens nicht vergessen. Derzeit bereitet sie an der Uni Jena ihre Doktorarbeit vor, das Thema sind Aggressionen bei Tieren.

Warum es so wichtig ist, dass Hunde auch an der Leine gut mit ihrer Umwelt klar kommen, erläutert sie noch einmal zum Abschied: "Es gibt fremde Hunde, die gerade krank sind. Oder Tiere, die sich mit Artgenossen nicht gut vertragen. Und letztendlich ist die Leine auch ein Schutz, wenn der eigene Hund krank ist."

Wissenswertes zum Hundetraining bei Sandra Schöneich gibt es hier: www.hundehafen.de.

Ralf Drescher / RD
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