Halle am Spreeufer beherbergt Ateliers und Werkstätten

Henry Baumann arbeitet mit Holz. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: KAOS Berlin |

Oberschöneweide. Vor drei Jahren haben sich Kreative, darunter Künstler und Kunsthandwerker, am Spreeufer eine Heimat gesucht. KAOS Berlin heißt ihr Projekt.

Die Abkürzung steht für Kreative Arbeitsgemeinschaft Oberschöneweide. Ein wirkliches Chaos ist in der über 100 Jahre alten früheren TRO-Werkhalle nämlich nicht zu entdecken. „Wir haben vor vier Jahren das Areal für uns entdeckt und eine lose Werkstattgemeinschaft gegründet, um einen Platz für unsere Projekte zu haben. Inzwischen geben wir rund 50 Nutzern eine Heimat für Werkstätten und Ateliers“, erzählt Jascha Vogel, einer der Begründer von KAOS. Der ist eigentlich Medientechniker, muss sich aber derzeit eher als Immobilienmanager betätigen. Mit seinen Partnern Federic Sonnenberg und Anka Broschk leitet er KAOS.

Zu denen, die hier einen Ort für ihre Arbeit gefunden haben, gehört Henry Baumann. Er hat an der Akademie der bildenden Künste im holländischen Maastricht studiert. In seiner Werkstatt arbeitet er gerade an einem riesigen, hornähnlichen Gebilde. „Das wird eine extravagante Sitzgruppe für ein Pariser Hotel“, erzählt Baumann.

Andere KAOS-Mieter betreiben eine Schmiedewerkstatt, fertigen Textilien oder Künstlerisches und Handwerkliches aus Metall und Holz. Genutzt wurde die frühere Werkhalle aber auch schon für Konzerte und Theateraufführungen.

Vor Kurzem war Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) bei KAOS zu Besuch. „Wir würden gern auch jungen Gründern mit guten Ideen mehr Raum geben. Dafür müssten wir die Werkstätten ausbauen und hoffen auf eine Förderung durch das Land Berlin, das haben wir Frau Pop bei ihrem Besuch erklärt“, berichtet Jascha Vogel.

Am 8. September gibt es für Besucher die Möglichkeit, bei KAOS in der Wilhelminenhofstraße 92 einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ab 19 Uhr stehen dort die Türen der Werkstätten offen. Man kann unter anderem beim Kanubau zusehen, einen Schmied beobachten sowie Lichtinstallationen bestaunen. Die Veranstaltung mit dem Titel „Nachtschicht“ findet im Rahmen der Berlin Design Night statt und geht bis zum nächsten Tag um 5 Uhr. RD
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