Die Brache bleibt: "Pankower Tor" beeinflusst auch Pläne am Anger

Diese Fläche am Anger wird wohl noch eine ganze Weile brach liegen. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Auf der großen Brache am Pankower Anger wird sich in absehbarer Zeit nichts tun. Das macht Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) in seiner Antwort auf eine Anfrage in der BVV deutlich.

In der Breiten Straße 35/35a stand bis vor einigen Jahren eine Kaufhalle. Seitdem diese abgerissen ist, liegt die eingezäunte Fläche brach. Viele Pankower ärgern sich darüber, dass sich auf einem so exponierten Grundstück im Pankower Zentrum seit Jahren nichts rührt.

Dabei gab es bereits Pläne für die Bebauung. Zuletzt wollte ein Investor ein Center mit Vollsortiment errichten. Ein Bebauungsplan war auf den Weg gebracht. Im Sommer 2012 habe die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange stattgefunden, berichtet der Bürgermeister. Doch dann kam das Verfahren ins Stocken. Der nächste Schritt wäre ein Verkehrsgutachten gewesen. Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung legte ihr Veto ein: Es seien erst einmal die Ergebnisse des Werkstattverfahrens zur Entwicklung des ehemaligen Güter- und Rangierbahnhofs Pankow abzuwarten. Dort soll das Bauprojekt "Pankower Tor" umgesetzt werden. Dort sollen nach derzeitigem Stand ein Möbelhaus, ein Einkaufszentrum und Hunderte Wohnungen entstehen. Erst wenn ein Verkehrsgutachten für dieses riesige Projekt vorliegt, kann es mit dem Bebauungsplan für das relativ überschaubare Grundstück am Pankower Anger weitergehen. Erst dann könne man die Gesamtentwicklung des Verkehrs abschätzen, heißt es aus der Senatsverwaltung.

Der Eigentümer des Grundstücks am Anger wird dann noch einmal grundlegend über seine Planungen nachdenken müssen. Die bisherigen Pläne seien inzwischen veraltet, so Köhne, avisierte Mieter längst abgesprungen. Der Bezirk halte jedenfalls an seinem Vorhaben fest, „diese im Hauptzentrum Pankow gelegene Baufläche baurechtlich für die Unterbringung von zentralen Einrichtungen der Wirtschaft, der Verwaltung und der Kultur sowie von Handelsbetrieben aufzubereiten“, erklärt der Bürgermeister. BW
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