Im kommenden Jahr beginnen erste Arbeiten am Pankower Bürgerpark

Das Bezirksamt will den Rosengarten und die Pergola noch in diesem Jahrzehnt instand setzen lassen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Bürgerpark Pankow |

Pankow. Was wird aus der Alten Gemeindegärtnerei im Pankower Bürgerpark? Seit 1945 gehört diese etwa 31 000 Quadratmeter große Fläche als Werkhof zum Pankower Gartenamt. Aber nur ein Viertel davon werde derzeit tatsächlich genutzt, berichten langjährige Anwohner. Dabei gebe es für die ungenutzte Fläche im Bau-Boom-Bezirk Pankow viele Nutzungsmöglichkeiten.

Sie könnte als Erholungsfläche in den Bürgerpark integriert werden, meinen Hans Strauß und Charlotte Buff in einem Brief an die Berliner Woche.

Auf Anfrage sagt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen), dass es sich bei der Fläche aktuell um den Revierstützpunkt des Straßen- und Grünflächenamtes für diesen Bereich handele. „In der Tat trifft es zu, dass die Fläche derzeit augenscheinlich einen extensiv genutzten Eindruck erweckt“, meint der Stadtrat.„Ich kann aber versichern, dass seit geraumer Zeit intensive Abstimmungsprozesse über mehrere Planungs- und Entwicklungskonzepte für die zukünftige Nutzung des Geländes laufen.“ Mit im Boot sind dabei die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, das Umweltamt, die Denkmalschutzbehörde sowie weitere Interessengruppen.

Kirchner: „Das Hauptinteresse des Bezirks an diesem Gelände besteht in der Schaffung eines neuen leistungsfähigen Stützpunktes für drei Reviere. Die derzeitige Planung sieht den Neubau eines Revierstützpunktes auf dieser Fläche vor, um die alten ehemaligen Grenzbaracken ausmustern zu können.“ Mit dem Bau soll Ende 2016, Anfang 2017 begonnen werden.

Auf frei werdenden Flächen sieht die Obere Gewässerbehörde der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine abschnittsweise Renaturierung der Panke vor. Damit verbunden sei eine Veränderung des Gewässerverlaufs auf den ehemaligen Überschwemmungszonen der Panke, erklärt der Stadtrat.

Was die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Bürgerpark betrifft, auch hier sei laut Kirchner einiges geplant. „Für die Instandsetzung des Bürgerparks war vor vier Jahren eine Investitionsmaßnahme angemeldet worden, mit der Teile des Bürgerparks umgebaut werden können“, so der Stadtrat. „Dabei stehen die Instandsetzung des Rosengartens, der Pergola sowie eines Teils der Parkwege im Vordergrund.“ Diese Arbeiten sollen in den Jahren 2017/2018 stattfinden. Dafür stehen dann Investitionsmittel des Bezirks in Höhe von 350.000 Euro zur Verfügung.

Laut Kirchner bemühe sich das Bezirksamt aber um weitere finanzielle Mittel. Diese sollen zum Beispiel in den Bau einer öffentlichen Toilette sowie die Erneuerung von Wasserleitungen und des Einfriedungszaunes fließen. Weitere Vorhaben, die das Bezirksamt gern umsetzen möchte, sind die Instandsetzung der denkmalgeschützten Eingangsbauwerke zum Park, der schmiedeeisernen Zaunanlage sowie des Mausoleums Killisch von Horn.

Auch für die ehemalige Meierei und das ehemalige Gärtnerhaus werden derzeit Konzepte diskutiert. Noch ist da aber nichts spruchreif. „Auch hier ist das Ziel, künftig eine parkverträgliche Nutzung anbieten zu können“, so Jens-Holger Kirchner. BW
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