Wohnungen statt Garagen: Richtfest für neue Häuser an der Rolandstraße

Gemeinsam mit Bauleuten konnten Gesobau-Geschäftsbereichsleiter Lars Holborn, Bürgermeister Matthias Köhne und Architekt Martin Froh Richtfest für die neuen Wohnhäuser an der Rolandstraße feiern. (Foto: BW)
 
Jetzt konnte Richtfest gefeiert werden: An der Rolandstraße baut die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau fünf Häuser mit insgesamt 52 Wohnungen. (Foto: Bernd Wähner)

Niederschönhausen. Die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau setzt ihre Wohnungsbauoffensive in Pankow fort. Vor wenigen Tagen feierte sie Richtfest für fünf neue Häuser an der Rolandstraße 69-73.

Neun Monate nach Beginn der Bauarbeiten konnte auf dieser landeseigenen Fläche der Richtkranz für einen Neubaukomplex aufgezogen werden. Hier werden zwei langgestreckte Mehrfamilienhäuser und drei etwas kleinere Gartenhäuser gebaut. Es entstehen insgesamt 52 Mietwohnungen. Diese haben Grundflächen von 41 bis 110 Quadratmetern. Es sind 1,5- bis Vier-Zimmerwohnungen. Mehr als ein Drittel der Wohnungen wird, gemäß den Auflagen des Senats, unterhalb des marktüblichen Mietniveaus künftigen Mietern angeboten.

Konflikt mit Nachbarn

Dass an der Rolandstraße bezahlbarer Wohnraum entsteht, freut Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) ganz besonders. Er sagt aber auch: „Dort, wo derzeit neuer, bezahlbarer Wohnraum entsteht, gibt es aber auch immer wieder Zielkonflikte. Hier gab es einen Konflikt mit den Nachbarn um die Garagen, die früher auf dieser Fläche standen.“

Den Anwohnern sei schwer zu vermitteln gewesen, warum sie ihren langjährigen, lieb gewonnenen Geragenplatz verlieren sollen, damit hier neue Wohnungen entstehen. „Aber Pankow wächst. Immer mehr Menschen ziehen in den Bezirk. Wir haben inzwischen fast 400 000 Einwohner. Damit bezahlbare Mietwohnungen entstehen können, müssen wir schauen: Wo hat das Land Berlin, wo haben die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Grundstücke dafür? Und da müssen wir auch solche Diskussionen und Konflikte, wie den um Garagen, aushalten.“

Die architektonische Planung der neuen Wohnanlage stammt vom Büro Winking Froh Architekten GmbH. Diese sind auch als Generalplaner für das gesamte Bauvorhaben verantwortlich. Um den Garagen-Konflikt wissend, versuchte das Architektenteam die fünf Neubauten in die Nachbarschaft bestmöglich zu integrieren, erklärt Architekt Martin Froh. So wurden Elemente der umliegenden Einfamilienhäuser aus den 30er-Jahren ebenso aufgegriffen wie die der Häuser aus den 50er- und 60er-Jahren sowie der Plattenbauten.

8000 Wohnungen geplant

Einige der Anwohner erklärten bereits, dass sie in einen der Neubauten nach dessen Fertigstellung umziehen werden. Alle Häuser werden nach neuesten energetischen Standards entstehen. Außerdem versucht die Gesobau bei diesem Neubauprojekt etwas ganz Neues: Es wird Wohnungen geben, bei denen sich die Küche in der Mitte befindet und alle weiteren Räume um sie herum angeordnet sind.

Lars Holborn, der als Geschäftsbereichsleiter für den Gesobau-Bestand in Pankow zuständig ist, wirft zum Richtfest auch einen Blick in die Zukunft der Wohnungsbaugesellschaft: „Wir werden in den nächsten zehn Jahren weitere etwa 8000 Wohnungen, vor allem im Bezirk Pankow, bauen. Weitere 4000 werden wir ankaufen. Zurzeit sind im Bezirksamt Pankow weitere neun Baugenehmigungen für etwa 800 Wohnungen in Bearbeitung. Im September werden wir zum Beispiel Grundsteinlegung für über 300 Wohnungen an der Mendelstraße feiern.“ BW

Weitere Informationen: www.gesobaut.de/projekte.
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