Schulabgänger erfahren, wie Alkohol und Drogen ihre Fahrtüchtigkeit beeinflussen

Auf einem Kettcar-Parcours mit Rauschbrille konnten Schüler erleben, wie sich ihre Wahrnehmung nach Alkoholgenuss verändert. (Foto: Bernd Wähner)

Rosenthal. „Na klar, wir sind in Pankow cool, auch ohne Drogen und Alkohol“ ist das Motto einer Präventionsaktion von Landesverkehrswacht, Bezirksamt und Polizei.

In diesem Jahr fand sie zum zehnten Mal statt. Diese Kontinuität zeigt, wie nötig solche Veranstaltungen sind. Denn für viele junge Leute ist es immer noch ganz normal, hin und wieder bei einer Flatrate-Party mitzumachen oder Party-Drogen zu probieren. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie mit Drogen und Alkohol nicht nur ihre eigene Gesundheit gefährden. Wenn sie sich nach der Party hinters Lenkrad setzen, wird es nicht nur für sie gefährlich. „Alkohol und Drogenkonsum sind eine Hauptunfallursache im Straßenverkehr“, sagt Uwe Karck von der Landesverkehrswacht Berlin.

Er organisiert gemeinsam mit der Suchtkoordinatorin des Bezirksamtes Pankow, Yvonne Tenner-Paustian, und Beamten der Polizeidirektion 1 diese Aktion. Kürzlich konnten dazu an drei Tagen Schüler aus Sekundarschulen und Gymnasien in der Freizeitstätte Landhaus Rosenthal begrüßt werden. „In diesem Jahr organisierten wir außerdem erstmals zwei weitere Präventionstage, und zwar für Klassen aus Pankower Oberstufenzentren“, so Yvonne Tenner-Paustian. Unterstützt wurden die Organisatoren von der Pankower Pateneinheit der Bundeswehr, der Berufsinformation der Berliner Polizei, dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, der gemeinnützigen Gesellschaft GAB und natürlich dem Team des Landhauses Rosenthal.

„Uns geht es mit unserer Aktion im Landhaus vor allem darum, den jungen Leuten zu zeigen, wie durch Alkohol und Drogen ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt wird“, sagt Uwe Karck. Dass gerade Schulabgänger eingeladen werden, hat seinen Grund. „Das ist für uns die letzte Chance, sie zu erreichen. Manche machen gleich nach der Schule ihren Führerschein, sodass wir jetzt letztmalig die Gelegenheit hatten, sie für das Thema zu sensibilisieren.“

Für diese Sensibilisierung wurden sieben Stationen aufgebaut. Unter anderem konnten die Schüler an Fahrsimulatorentesten, wie ihre Wahrnehmung ohne Alkohol ist und wie sie sich mit nur einem Promille verändert. Auf einem Kettcar-Parcours, der mit einer Rauschbrille zu bewältigen war, bekamen die Schüler mit, wie Alkohol ihre Fahrtüchtigkeit vermindert. Darüber hinaus gab es Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn Freunde betrunken Auto fahren wollen. Man muss da nicht unbedingt mitfahren, kann Autoschlüssel unauffällig verschwinden lassen oder eigene Übelkeit vortäuschen, damit das Auto stehen bleibt. Damit kann man Freunden das Leben retten. BW
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