Mehr Platz für die Kunst: An der Prenzlauer Promenade entsteht eine Ateliermeile

Berlin: Ateliermeile |

Prenzlauer Berg. In den kommenden zwei Jahren soll auf der Prenzlauer Promenade eine Ateliermeile entwickelt werden. Dazu sind im Gebäude der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR in der Prenzlauer Promenade 149-152 etwa 450 Arbeitsräume für Kunst und Kultur geplant.

Die Senatsverwaltung für Kultur will damit den Bestand an öffentlich geförderten Arbeitsräumen für Künstler bis 2021 vervierfachen. Mit dem Objekt Prenzlauer Promenade wird der aktuelle berlinweite Raumbestand von rund 540 Arbeitsräumen nahezu verdoppelt. Ziel ist es, 2000 Räume für Künstler zu schaffen. Die Hälfte dieser Aufgabe wäre mit der Ateliermeile in der Prenzlauer Promenade schon erreicht.

Anfang August wurde der Generalmietvertrag für das Gebäude zwischen der Gesellschaft für Stadtentwicklung gGmbH (GSE) und dem landeseigenen Immobiliendienstleister Berlinovo abgeschlossen.

"Ein riesiger Erfolg"

Ziel ist es, dass die Kulturmeile für mindestens 25 Jahren an der Prenzlauer Promenade gesichert ist. Bisher arbeiten in dem Gebäude 80 Künstler. Mit dem Bauvorhaben werden 375 neue Ateliers, Proberäume für Darstellende Kunst und Tanz, Musikübungsräume und spartenübergreifende Kunst dazukommen.

Dazu betonte Kultursenator Dr. Klaus Lederer: „Das ist ein riesiger Erfolg im Kampf gegen Verdrängung, den wir für die Kulturlandschaft der Stadt insgesamt erreicht haben.“ In Berlin bestehe die große Gefahr, dass Künstler durch den Wohnungsbau aus ihren Atelierräumen vertrieben werden. Seit einem Jahr gibt es einen Masterplan für Atelierräume für die ganze Stadt. Ziel ist es, dass Künstler in den alten Fabrikräumen, die sie sich in den vergangenen Jahren erobert haben, auch bei einer Sanierung bleiben können. Damit soll die vielfältige Kulturlandschaft in den Wohngebieten erhalten bleiben. Auch im Zentrum der Stadt müssen Arbeitsräume für Künstler erhalten und sogar neu geschaffen werden können.

Lederer verwies noch auf ein zweites Beispiel: Auch die ehemalige Hochschule für Schauspielkunst in der Schnellerstraße biete viele Möglichkeiten für Kunst und Kultur. Lederer hofft, dass es gelingen wird, die ehemalige Hochschule als Arbeitsräume für Künstler zu nutzen. KT
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