Zwei Chöre singen eine selten aufgeführte Komposition von Karl Jenkins

Wann? 12.11.2016 18:00 Uhr

Wo? Hoffnungskirche, Elsa-Brändström-Straße 33, 13189 Berlin DE
Der Chor „coro con brio“ trifft sich an jedem Dienstag zur Probe. (Foto: B. Leitner)
Berlin: Hoffnungskirche |

Pankow. Am Sonnabend, 12. November, erklingt um 18 Uhr in der Pankower Hoffnungskirche ein besonderes musikalisches Werk, das einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten will.

Zu hören ist die Totenmesse des zeitgenössischen britischen Komponisten Karl Jenkins, die erstmals vor elf Jahren aufgeführt wurde. In der Kirche in der Elsa-Brändström-Straße 33 werden zu diesem Konzert gleich zwei Chöre erwartet. Der Chor der Musikschule Pankow „coro con brio“ hat den befreundeten polnischen Chor „Amber Singers“ aus Rewal eingeladen. Die beiden Chöre werden von einem Projektorchester aus Berufsmusikern und Laien unter der Leitung von Michael Engelke begleitet.

Die Chöre stellen das Requiem des britischen Komponisten Karl Jankins vor. Dieses Stück ist nach den klassischen 13 Sätzen des üblichen lateinischen Requiems komponiert, wurde dann aber mit Texten der japanischen Haiku-Gesänge kombiniert. Dadurch variiert die Musik von gregorianischen Gesängen bis hin zu modernen jazzartigen Rhythmen. Neben zwei Schlagwerken kommen auch ungewöhnliche Instrumente wie eine Harfe und die japanische Shakuhachi vor.

Die Chöre möchten mit der Aufführung dieses bislang wenig gespielten Werkes ihren musikalischen Beitrag zur Verständigung zwischen Völkern und zum Thema Vertreibung leisten. Den Chor an der Pankower Musikschule gibt es schon seit 15 Jahren. Er wurde von Michael Engelke gegründet, der den Chor bis heute leitet. Alle Chormitglieder singen ehrenamtlich und haben ihre Noten selbst finanziert. Der Chor „coro con brio“ hat das Requiem von Karl Jenkins bereits 2010 zweimal in Pankower Kirchen unter Leitung von Michael Engelke aufgeführt. Die 25 Sänger treffen sich an jedem Dienstag um 19 Uhr zur Probe in der Musikschule, Am Schloßpark 20. Jedes neue Mitglied ist gern gesehen, vor allem werden Männerstimmen gesucht.

Im Rahmen der Freundschaftskontakte zwischen dem Bezirk Pankow und der polnischen Stadt Kolberg entstand eine sehr enge Zusammenarbeit der beiden Chöre aus Rewal (bei Kolberg) und der Musikschule Pankow. Aus Neugier aufeinander und Spaß am gemeinsamen Musizieren entstanden auch freundschaftliche und familiäre Kontakte, die Sprachprobleme werden mit Fröhlichkeit, Gesten und Musik überwunden.

Eine Woche nach dem Konzert in Berlin, am 20. November, wird es eine weitere Aufführung in Rewal an der polnischen Ostseeküste geben.KT
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