Christian Badel zeichnet seit Jahren die Gebäude entlang der Florastraße

Christian Badel vor der Florastraße 88/89. In der Hand hält er eine Postkarte mit einer Zeichnung von diesem Haus. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Florastraße |

Die Florastraße ist eine der quirligsten Straßen im Pankower Zentrum. Dort gibt es sie noch, die Kiezläden – Blumengeschäfte, Buchhandlungen, Bäckereien, Fahrradläden, Cafés.

Aber woher kommt der Name Florastraße? Bis Ende des 19. Jahrhundert hieß die Straße noch Communikationsweg. Dort befanden sich aber viele Gärtnereien. Deshalb entschied man sich, den Weg nach der römischen Blumengöttin zu benennen.

Eine besondere Verbindung zu dieser Straße hat der Grafiker Christian Badel. Er zeichnet seit etwa drei Jahren Gebäude in der Florastraße. Jeweils eine dieser Zeichnungen veröffentlicht er jeden Monat auf dem Kiez-Blog www.florakiez.de. „Die erste entstand kurz nachdem ich hierher zog“, erinnert er sich. „Ich zeichnete mein neues Wohnhaus.“ So richtig gezielt begann er aber mit der Häuser-Zeichnerei vor drei Jahren. „Seinerzeit machte ein Weinlanden gegenüber vom unabhängigen Jugendzentrum JUP an der Florastraße auf“, so Badel. „Ich setzte mich da rein, war ganz entspannt und betrachtete das Haus genauer.“ Der Grafiker und Zeichner hat immer sein Skizzenbuch dabei. Er schlug es irgendwann auf und begann das JUP zu zeichnen. Schon bald hielt er in seinem Skizzenbuch ein zweites, dann ein drittes Haus fest.

Nach einiger Zeit kam er mit den Betreibern des Kiezblogs ins Gespräch. Man fragte ihn, ob er nicht Lust hätte, seine Zeichnungen aus dem Skizzenbuch dort zu veröffentlichen. Die Resonanz war groß. Und so begann er, die Häuser auf gesonderte Blätter zu zeichnen und kleine Serien als Postkarten zu drucken. Diese kann man in Läden wie dem Buchsegler in der Florastraße 88/89 erwerben. Dort sind auch seine Zeichnungen in einer Ausstellung bis in das Frühjahr hinein zu sehen.

Wenn Christian Badel unterwegs ist und zeichnet, wird er auch immer wieder angesprochen: „Sind Sie nicht der Häuser-Zeichner?“ So brachte er es im Kiez schon zu einiger Bekanntheit. Und immer wieder wird er natürlich auch von Anwohnern gefragt, wann er ihr Haus verewigen wird. Aber da lässt er sich nicht drängen. Noch gibt es viele Häuser, die auf ihn warten. Ein kleiner Überblick über bisher gezeichnete Häuser findet sich auf http://asurl.de/13nu. An der Florastraße gab es früher Gärtnereien. Deshalb erhielt sie ihren heutigen Namen von der Blumengöttin.
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