Was macht eigentlich …? Jens Rümmler gab ein Buch mit Reportagen über Ost-Promis heraus

Er schrieb ein Buch mit Reportagen über Ost-Promis: Jens Rümmler. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Sie sind bekannt aus Fernsehen und Radio, manche sind immer noch präsent, von anderen hört man kaum noch etwas. Doch vor allem die Generation 40 plus interessiert, was aus den einstigen DDR-Stars geworden ist.

Das erfährt man nun in einem Buch. Jens Rümmler hat Kontakt zu vielen DDR-Promis. Der freie Journalist schreibt immer mal wieder Geschichten für Tages- und Wochenzeitungen über sie. Ansonsten ist er in der großen weiten Welt unterwegs und recherchiert Reisereportagen. Doch die Treffen mit Prominenten sind inzwischen ein echtes Steckenpferd von ihm.

Eisessen mit Christine Stüber-Errath oder ein Treffen mit Dieter ‚Maschine‘ Birr von den Puhdys – irgendwann entschied sich Jens Rümmler, einen Hefter anzulegen. "In dem wollte ich alles zusammenfassen, was ich über DDR-Stars geschrieben habe und schreibe. Den hätte ich dann allen in die Hand gedrückt, die wissen wollten, was ich so mache.“ Doch Christine Stüber-Errath riet ihm: "Mach es gleich richtig. Schreib ein Buch!"

"Das Interesse ist immer noch groß"

„Ich merkte bei Gesprächen im Bekanntenkreis immer wieder, dass das Interesse an den Ost-Stars immer noch groß ist. Das bestärkte mich, tatsächlich ein Buch zu schreiben“, sagt Jens Rümmler. In Anlehnung an die beliebteste Unterhaltungssendung im DDR-Fernsehen nannte er es „Unsere Stars – Ein Kessel Promis“. Auf 135 Seiten gibt Jens Rümmler in Wort und Bild Einblicke in das Leben von Promis, die viele Menschen im Osten Deutschlands jahrzehntelang auf dem Bildschirm oder auf der Bühne sahen. So plaudert der Autor mit Wolfgang Lippert über kuriose Shows und natürlich „Erna“. Reporterlegende Heinz Florian Oertel berichtet ihm von 17 Olympiaden und acht Fußballweltmeisterschaften. Frank Schöbel erzählt, wie er an neuen Hits tüftelt. Auch die Schlagerstars Dagmar Frederic, Michael Hansen, Thomas Lück und Andreas Holm plaudern über ihr Leben auf und hinter der Showbühne.

Als Jugendlicher fing Jens Rümmler eine Lehre im Glühlampenwerk NARVA an. „Die hatten eine Betriebszeitung. 1985 begann ich, für die zu schreiben. Ich absolvierte dann ein Volontariat bei der Tageszeitung Freies Wort in Suhl. Bevor ich Journalistik studieren konnte, kam aber die Wende. Ich entschied mich, als freier Journalist zu arbeiten.“

Mit Andy Borg hinter der Bühne

Sein erstes Promi-Interview führte er mit Hendrik Bruch. „Der war damals mit Inka Bause zusammen und hatte erste Hits“, erinnert sich Rümmler. „Nach der Wende war der erste West-Star, den ich interviewte, Andi Borg. Ich bekam von seinem Management nur ein paar Minuten vor einem Auftritt. Er saß mir im Trainingsanzug gegenüber. Sein Management drängte schon, dass wir langsam zum Ende kommen müssen. Andy Borg blieb ganz ruhig und gelassen, beantwortete alle meine Fragen. Dann zog er sich blitzschnell um, ging auf die Bühne und zog seine Show durch. Dass jemand so wenig Lampenfieber vor einem Auftritt hat, das habe ich selten erlebt.“

Besonders Spaß machten dem Autor in den zurückliegenden Jahren die Interviews mit Dieter "Maschine" Birr. „Ihn interviewte ich erstmals 1992 vor einem Konzert auf der Naturbühne Steinach. Maschine ist ein sehr angenehmer Mensch mit ungeheuer viel Energie“, sagt Rümmler. BW

„Unsere Stars – Ein Kessel Promis“ hat Jens Rümmler im Eigenverlag herausgegeben. Das Buch ist für 14,99 Euro im Buchhandel (ISBN: 978-3-00-050324-5) erhältlich sowie auf http://www.ruemmler-jens.de/.
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