Bezirk vermietet seit knapp zehn Jahren Schuldächer an Energieunternehmen

Pankow. Im Bezirk gibt es inzwischen zwölf Schulen, auf deren Dächern Solarstrom produziert wird. Das teilt Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) auf Anfrage mit.

Zur Jahrtausendwende beschloss die Pankower Bezirksverordnetenversammlung (BVV) unter dem Motto „Sonne über Pankow“, dass Dachflächen öffentlicher Gebäude im Bezirk an Energieunternehmen vermietet werden sollen. Nach diesem Beschluss tat sich allerdings lange Zeit nichts mehr in dieser Sache. Das Bezirksamt fand keine Interessenten. Das änderte sich mit Inkrafttreten des Photovoltaik-Vorschaltgesetzes. Mit diesem wurden die Vergütungssätze für die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen erhöht.

Das Bezirksamt schrieb daraufhin erste geeignete Schuldächer für die Installation von Photovoltaikanlagen aus. Als erster Interessent wurde seinerzeit das Unternehmen Techno Solar gefunden. Mit diesem schloss das Bezirksamt einen Mietvertrag zur Installation von Solaranlagen auf den beiden Dächern der Tucholsky-Oberschule an der Neumannstraße ab. 2006 ging die Anlage in Betrieb. Seit 2009 betreibt das Unternehmen außerdem die Photovoltaikanlage auf der Marianne-Buggenhagen-Schule.

Im Laufe der Jahre konnten weitere Anlagen installiert werden, die allesamt private Betreiber haben. Alle haben die jeweiligen Dächer vom Bezirksamt gemietet. Sie speisen pro Jahr mit jeder Anlage zwischen 15.000 bis 20.000 Kilowattstunden ins öffentliche Netz ein. So leistet der Bezirk mit den Photovoltaikanlagen auf den Schuldächern einen Beitrag zum Klimaschutz. Doch nicht nur damit tut der Bezirk etwas für den Umweltschutz. Dort, wo es sich anbietet, sorgt er auch mit einer Fassadenbegrünung für eine Gebäudedämmung und damit für eine Energiekosteneinsparung. Die Fassadenbegrünung hat auch positive Auswirkungen auf das Stadtklima.

Solche begrünten Fassaden gibt es unter anderem an Gebäuden auf dem Bezirksamtsgelände in der Fröbelstraße 17, an der Giebelwand der Janusz-Korczak-Oberschule an der Dolomitenstraße und an der Giebelwand der Reinhold-Burger-Oberschule an der Neuen Schönholzer Straße. BW
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