Büro „Stadt + Handel“ legt neues Konzept für die Einzelhandelsentwicklung vor

Pankow. Noch in diesem Sommer bekommt Pankow ein neues Einzelhandels- und Zentrenkonzept. Erarbeitet wird es seit Herbst 2014 im Auftrage von Bezirksamt und BVV vom Büro „Stadt + Handel“.

Das derzeit geltende Konzept war 2005 erarbeitet worden. Inzwischen ist die Bevölkerungszahl in den einzelnen Ortsteilen nicht nur stetig gewachsen. Prognosen des Senats gehen von einem weiteren rasanten Wachstum aus. Damit sich in diesem Zusammenhang auch der Einzelhandel unter städtebaulichen Gesichtspunkten geordnet entwickeln kann, ist ein neues Einzelhandels- und Zentrenkonzept notwendig. In diesem wird festgeschrieben, wo sich die Einzelhandels- und Geschäftszentren des Bezirks weiterentwickeln sollen. Außerdem werden die Zentren in den einzelnen Ortsteilen umrissen und klassifiziert.

In den vergangenen anderthalb Jahren fand zum neuen Konzept eine umfangreiche Diskussion mit Einzelhändlern, Gewerbetreibenden, Kiezbewohnern und Bezirkspolitikern statt. Auf der vergangenen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der BVV präsentierte Dr. Fabian Schubert vom Büro „Stadt + Handel“ die Endfassung des Konzepts. Eine der wichtigsten neuen Festlegungen: Das Gebiet Breite Straße, Berliner Straße, Bahnhof Pankow und südlicher Bereich des Projektes „Pankower Tor“ wird zum Hauptzentrum für den gesamten Bezirk. „Hier gibt es zwar noch Defizite, aber auch die größten Potenziale in Pankow“, so Schubert.

Eine weitere wichtige Entscheidung: Der Bucher Ortskern wird zum Stadtteilzentrum für die gesamte Region Buch/Karow aufgewertet. In diesem Bereich wird viel Wohnungsbau und damit ein großes Bevölkerungswachstum erwartet. Außerdem soll das Nahversorgungszentrum Niederschönhausen zum Ortsteilzentrum weiterentwickelt werden. Auch dort gibt es Entwicklungspotenziale, und es wird ein weiteres Bevölkerungswachstum in dieser Region erwartet.

Neben den Zentren sind im neuen Konzept die Verkaufsflächenpotentiale detailliert benannt. Ende April steht im Bezirksamt eine abschließende Beratung zum 170 Seiten umfassenden Konzept an. Dann geht es zur Beratung in die BVV. Vorgesehen ist, dass das neue Konzept noch im Juni von der BVV beschlossen und danach im Internet veröffentlicht wird. BW
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