Mit viel Zeit und Leidenschaft: Pankower Bezirksverordnete zeichnen Ehrenamtliche aus

BV-Vorsteher Michael van der Meer und Bürgermeister Sören Benn (beide Die Linke) baten die Preisträger des Ehrenpreises und deren Laudatoren sowie Nominierte zu einem Gruppenbild. (Foto: Renate Erbert)

Über die Auszeichnung mit dem „Ehrenpreis für ehrenamtlich Tätige“ können sich sieben Preisträger freuen.

Dieser wird von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) verliehen. Vorschläge kann jeder einreichen, der das besondere Engagement einer Einzelperson, einer Gruppe, eines Vereins oder einer Initiative für herausragend hält. In diesem Jahr gab es wieder viele Vorschläge. Ausgezeichnet wurden Monika Herrmann und Sylvia Url. Beide gehören zu den etwa 100 Ehrenamtlichen, die unter dem Dach der „Albert Schweitzer Stiftung Wohnen & Betreuen“ tätig sind. Die beiden Frauen engagieren sich in der Bibliothek der Stiftung an deren Blankenburger Standort. Sie bauten sie vor vier Jahren auf.

An mehreren Nachmittagen in der Woche sind sie in der Einrichtung anzutreffen, und sie entwickelten sie inzwischen zu einer richtigen Begegnungsstätte. Außerdem hatten sie die Idee für eine mobile Bücherei. Sie besuchen Menschen, die nicht mehr selbst in die Bibliothek kommen können und lesen diesen vor. Und auch regelmäßige Vorleserunden für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen oder Demenz stehen bei ihnen auf dem Programm.

Mit dem Ehrenpreis wurde auch Jürgen Ney ausgezeichnet. Er engagiert sich seit 2015 ehrenamtlich für ein Flüchtlingsheim in Weißensee. Geflüchtete begleitet er unter anderem zu Ämtern und hilft ihnen bei der Wohnungssuche. Zudem koordiniert er die Online-Kommunikation von „Weißensee hilft“ und „Mit Herz für Flüchtlinge“.

Für ihr Engagement als Vorsitzende der Volkssolidaritätsgruppe 40 in Prenzlauer Berg sowie als Mitglied des Seniorenbeirats der Begegnungsstätte Grellstraße 14 wurde Waltraut Meurer mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Sie organisiert unter anderem zehnmal im Jahr das Lese-Café in dieser Begegnungsstätte. Obwohl sie bereits 83 Jahre alt ist, ist sie immer zur Stelle, wenn sie in der Begegnungsstätte gebraucht wird.

Gleich vier Ehrenamtspreise gingen an Menschen, die die Björn-Schulz- Stiftung unterstützen. Diese betreibt in Niederschönhausen unter anderem das Kinderhospiz Sonnenhof. Von dort aus engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche im mobilen Hospizdienst der Stiftung. Und sie betreiben den Zweite-Hand-Laden „Schatzinsel“, über den Spenden für Projekte der Stiftung generiert werden. Deshalb gab es auch einen Ehrenamtspreis für das Schatzinsel-Team. Weiterhin wurden Uta Spott, Heide Blache und Bodo Schnoor ausgezeichnet, die ihr Ehrenamt bei der Björn-Schulz-Stiftung seit Jahren ausüben.

Weitere Informationen zum Ehrenamtspreis gibt es auf http://asurl.de/13nt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.