Pankow soll Anforderungen an eine kinderfreundliche Kommune umsetzen

Pankow. Der Bezirk sollte sich um den Titel „Kinderfreundliche Kommune“ bemühen. Einen entsprechenden Auftrag erhielt das Bezirksamt von den Pankower Verordneten.

Die Bezirkspolitik soll sich noch mehr auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen einrichten. Dabei sollen internationale Standards als Richtschnur dienen, fordern die Verordneten. Vergeben wird die Auszeichnung vom Verein "Kinderfreundliche Kommune". Dabei handelt es sich um eine Organisation, die auf Initiative von Unicef und Deutschem Kinderhilfswerk gegründet wurde.

Ausgezeichnet werden Städte und Gemeinden, die für die Umsetzung von Kinderrechten verbindliche Ziele festlegen und dazu einen „Lokalen Aktionsplan“ entwickeln. In diesem Aktionsplan muss unter anderem festgeschrieben sein, wie vorhandene Strukturen im Interesse von Kindern und Jugendlichen aufgewertet werden sollen.

Internationale Standards entwickelt

Für die Vergabe des Titels hat das Unicef Innocenti Research Centre in Florenz internationale Standards entwickelt, die die Bewerber um den Titel in ihren Kommunen nach und nach umsetzen müssen. Dazu gehören zum Beispiel eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Planungsprozessen, die Schaffung einer Interessenvertretung für Kinder, ein ausgewiesener Kinder-Etat im Haushalt, Informationsveranstaltungen zu Kinderrechten und die Unterstützung von Kinderrechtsorganisationen in der Kommune.

Pankow gilt als der kinderreichste Bezirk in der Hauptstadt. Und die Zahl der Kinder nimmt auch zukünftig weiter zu. Deshalb hat der Bezirk in den vergangenen Jahren bereits einige Projekte in Sachen kinderfreundliche Kommune auf den Weg gebracht. So gibt es beispielsweise das „Pankower Beteiligungskonzept für Kinder und Jugendliche“. Demzufolge werden Kinder bereits bei bestimmten Planungen mit einbezogen. Außerdem gibt es in puncto Infrastruktur noch einiges in Pankow zu tun. Hier könnte der Bezirk mit dem Bewerbungsverfahren um den Titel „Kinderfreundliche Kommune“ vielleicht vorankommen. BW

Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet auf www.kinderfreundliche-kommunen.de.
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