Senat spricht sich für Schwimmhallenbau aus

Pankow. Der Ortsteil Pankow soll endlich wieder eine Schwimmhalle bekommen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Senat in seinem Bäderkonzept 2025. Er ist bereit, die Mittel für den Neubau eines Multifunktionsbads an der Wolfshagener Straße zur Verfügung zu stellen, berichtet Torsten Schneider (SPD).

Der Wahlkreisabgeordnete ist Mitglied im Haushaltsausschuss des Abgeordnetenhauses. Mit der Entscheidung ist auch klar: Die Schwimmhalle an der Wolfshagener Straße wird nie mehr öffnen. Sie war 2001 zunächst vorübergehend geschlossen worden. Es gab Mängel an der Bausubstanz und der Technik. Ein Jahr später beschloss der Senat, die Halle aus dem Netz der öffentlichen Bäder zu nehmen. Daraufhin wurde sie in die Verwaltung des Landesliegenschaftsfonds übergeben. Jahrelang suchte dieser nach neuen Nutzern - ohne Erfolg.

Seit einigen Jahren macht sich ein Förderverein für eine Lösung des Schwimmhallenproblems stark. Er sammelte sogar 12 000 Unterschriften. Aber lange Zeit war keine Lösung in Sicht. Bei einem Besuch von Abgeordnetenhausmitgliedern kurz vor dem Saisonstart des Sommerbads 2014 präsentierte der Chef der Berliner Bäderbetriebe, Ole Bested Hensing, die Idee eines Kombibads. Am Sommerbad soll ein Schwimmhallenneubau entstehen.

Frühestens 2016/17

Von dieser Idee ist nicht nur die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus sehr angetan, auch die CDU stimmt zu. "Ein neues Schwimmbad in Pankow: das ist das goldrichtige Signal für einen der am schnellsten wachsenden und lebendigsten Ortsteile Berlins", sagt der Pankower CDU-Abgeordnete Gottfried Ludewig. "Das ist gut investiertes Geld, insbesondere zum Wohl der vielen Kinder und Jugendlichen."

Das Multifunktionsbad ist für die Bäderbetriebe ein Pilotprojekt. Sollte es erfolgreich sein, könnte es weitere geben. Nach Stand der Dinge ist an der Wolfshagener Straße mit Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe zu rechnen. Das Bäderkonzept muss vom Abgeordnetenhaus beraten werden. Stimmt das zu, können die Mittel für das Bauvorhaben frühestens in den Haushalt 2016/17 eingestellt werden.


Bernd Wähner / BW
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