Sporthallen bald wieder frei? Bürgermeister fordert vom Senat Freigabe bis zum 15. August

Pankow. Bis zum 15. August sollen alle Sporthallen des Bezirks freigezogen sein. Das fordert Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) vom Senat.

In den vergangenen Monaten hatte der Senat gegen den Widerstand des Bezirks acht Sporthallen im Bezirk als Notunterkünfte für Flüchtlinge genutzt. Der Bezirk kritisierte, dass von ihm rechtzeitig vorgeschlagene Alternativen zur Unterbringung von Geflüchteten kaum geprüft wurden. Die Umnutzung der Sporthallen hatte nicht nur für die Schulen, sondern auch für Sportvereine gravierende Folgen. So brachen zum Beispiel bei den großen Sportvereinen Karower Dachse und Pfeffersport etliche Angebote weg, weil schlicht keine Hallenzeiten mehr zur Verfügung standen.

Zwei Standorte für Tempohomes stehen fest

Doch inzwischen gibt es ein Konzept für neue Flüchtlingsunterkünfte. Das stimmte der Senat mit dem Bezirk ab. Nach derzeitigem Stand geht das Bezirksamt davon aus, dass ab 15. August an den Standorten auf der Elisabethaue in Blankenfelde und in der Siverstorpstraße 9a in Karow insgesamt 1500 Plätze in Containern, sogenannten Tempohomes, zur Verfügung stehen. „Spätestens dann müssen alle acht Pankower Sporthallen freigezogen sein. Sobald dies geschehen ist, müssen umgehend die notwendigen Sanierungsarbeiten erfolgen, damit die Sporthallen schnellstmöglich den Schulen und Vereinen wieder zur Verfügung gestellt werden können“, fordert Bürgermeister Köhne (SPD).

Sollte bereits vor dem 15. August mit dem Freizug von Sporthallen begonnen werden, erwartet Köhne vom Senat, dass die mit am längsten als Notunterkünfte genutzten Sporthallen in der Woelckpromenade und Wichertstraße mit zu den ersten gehören, die wieder ihrem eigentlichen Zweck zur Verfügung gestellt werden.

Fläche für Schulneubau benötigt

Der Freizug der Sporthalle im Bedeweg in Karow steht indes in direktem Zusammenhang mit der Fertigstellung des Containerdorfes in der nahe gelegenen Siverstorpstraße. Diese Bauten an der Siverstorpstraße werden allerdings nur drei Jahre stehen bleiben. Diese Fläche wird nämlich für einen Schulneubau benötigt. Eine aktuelle Übersicht über alle vom Senat geplanten Tempohomes und modularen Unterkünfte findet sich auf http://asurl.de/12zy. BW
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