Andreas Otto ist Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für Pankow

Andreas Otto tritt im Pankower Wahlkreis 76 für Bündnis 90/Die Grünen an. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Zu den Bundestagswahlen am 22. September treten etliche Parteien im Bezirk mit Direktkandidaten an. Die aussichtsreichsten Bewerber um ein Direktmandat im Wahlkreis 76 stellen wir Ihnen in der Berliner Woche vor.

Die Pankower Bündnisgrünen nominierten Andreas Otto als Direktkandidaten. Dieser gewann bereits zweimal hintereinander das Direktmandat in seinem Wahlkreis Prenzlauer Berg bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus. Im Bezirk ist er vielen als engagierter Kommunalpolitiker bekannt. Immerhin saß er viele Jahre in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und war dort fast 15 Jahre lang Vorsitzender seiner Fraktion. Als solcher versuchte er immer, bündnisgrüne Realpolitik zu machen, im Interesse der Pankower Bürger.Dass er es bereits zweimal als Direktkandidat ins Abgeordnetenhaus schaffte, zeigt, dass die Wähler dieses Engagement für Pankow und inzwischen auch für Berlin honorieren. Im Abgeordnetenhaus machte sich Andreas Otto als Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Verkehr einen Namen. Auch als Vertreter seiner Fraktion im BER-Untersuchungsausschuss ist er aus unzähligen Interviews in diversen Medien präsent. Dass er nun als Direktkandidat in den Bundestag einziehen möchte, begründet Otto so: "Ich habe viele Jahre Kommunalpolitik gemacht. Dabei habe ich viele Erfahrungen gesammelt, aber auch gesehen, was manche Entscheidungen auf Bundesebene im Bezirk und im Land Berlin für Auswirkungen haben. Darum denke ich, dass es gut ist, meine Erfahrungen in die Arbeit im Bundestag einzubringen. Außerdem bin ich einer von hier, aus dem Osten. Ich wohne seit 1985 mit meiner Familie in Prenzlauer Berg. Es ist sicher auch gut, wenn wir von hier mehr Stimmen im Bundestag haben."

Schließlich regten auch die bisherigen Erfahrungen im Kampf um ein Direktmandat Andreas Otto dazu an, sich auch um ein Bundestagsmandat zu bewerben. "Als ich das erste Mal direkt den Wahlkreis fürs Abgeordnetenhaus gewann, hatte niemand damit gerechnet. Alle waren überrascht. Ich hoffe, dass ich das auch bei der Bundestagswahl schaffe." Das Hauptthema im Wahlkampf ist für Andreas Otto die Bau- und Wohnungspolitik. "Dieses Thema treibt viele Menschen in Pankow um", sagt er. "Das zeigen die Diskussionen der vergangenen Monate im Bezirk. Auch die Gründung eines Bündnisses Pankower Mieter-Protest ist ein Ausdruck dafür. Aber nicht nur in unserer Stadt, auch in anderen Großstädten haben die Mieter Probleme. Auf dem flachen Land dünnen die Gemeinde andererseits immer mehr aus. Auch hier muss sich der Bundestag kümmern."

Ein weiteres Thema ist die Infrastruktur. "Hier geht es mir vor allem um den effektiven Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel. Der Großflughafen BER ist ein Beispiel dafür, wie Millionen von Euro verschwendet werden. So sollte man den Ausbau der Infrastruktur nicht angehen." Ein Grund für Kostenexplosionen wie am BER sei, dass die Kosten für solche Bauprojekte zu niedrig angesetzt werden. Dass es dann zu Problemen kommt, sei kein Wunder. "Bei solchen Projekten muss von vornherein ordentlich kalkuliert werden", so Otto.

Neben diesen beiden Themen ist der grüne Direktkandidat auch in den Themen Finanzen und Medien bewandert. Auch hier sieht er für sich Aufgabenfelder im Bundestag. Immerhin war er drei Jahre lang im Haushaltsausschuss des Abgeordnetenhauses und ist aktuell noch Mitglied im Ausschuss für Europa- und Bundesangelegenheiten sowie Medien im Berliner Abgeordnetenhaus.



Zur Person

Andreas Otto wurde 1962 in Templin (Uckermark) geboren. Nach der Schule absolvierte er eine Berufsausbildung als Elektriker. Dem Wehrersatzdienst als Bausoldat folgte ein Elektrotechnik-Studium. Danach arbeitete er ab 1988 als Konstrukteur in der Elektroindustrie. Anfang der 90er-Jahre absolvierte er ein Informatikaufbaustudium. 1990 trat er in die Grüne Partei der DDR ein, die später in der Partei Bündnis 90/ Die Grünen aufging. Seitdem hat er zahlreiche ehrenamtliche Funktionen bei den Bündnisgrünen übernommen. Er war viele Jahre Bezirksverordneter und Vorsitzender der BVV-Fraktion. Des Weiteren war er Mitglied und Vorsitzender des Kreisvorstandes seiner Partei. Seit Oktober 2006 ist er Mitglied im Abgeordnetenhaus. Weitere Informationen zum Kandidaten gibt es im Internet auf www.otto-direkt.de.

Bernd Wähner / BW
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