Bei den Pankower Früchtchen werden 750 Kinder betreut

Die Hortleiterin Petra Bellmann und die Geschäftsführerin der Pankower Früchtchen, Carmen Urrutia, gründeten vor zehn Jahren ihren ersten Hort. (Foto: BW)

Pankow. Der Hort der "Pankower Früchtchen" ist eine echte Erfolgsgeschichte. Seit seiner Gründung vor zehn Jahren wächst er stetig. Dass es ihn gibt, ist Carmen Urrutia und weiteren engagierten Eltern zu verdanken.

Sie gründeten den Förderverein Pankower Früchtchen für die Grundschule in Wilhelmsruh. Diese befand an der Schillerstraße 49. "Wir waren der Auffassung, dass im Hortbereich unserer Schule zu wenig stattfand", berichtet Carmen Urrutia. So kamen die Eltern auf die Idee, im Nachmittagsbereich der Schule künstlerische Werkstätten zu organisieren. Sie gewannen Künstler, die mit den Kindern malten, bastelten oder mit Holz arbeiteten. "In den ersten Jahren wurde alles mit Projektgeldern finanziert", erinnert sich Carmen Urrutia. "Mir war klar: Irgendwann wird es diese Gelder nicht mehr geben. Wir müssen nachhaltige Strukturen schaffen." Immer wieder diskutierte sie mit dem Bezirksamt dieses Thema. "Irgendwann sagte man zu uns: Übernehmt doch den Hort in freie Trägerschaft", erinnert sie sich. Die Eltern nahmen die Verwaltung beim Wort. Jugendstadträtin Christine Keil (Die Linke) unterstützte die Idee. Vor zehn Jahren nahm der Hort seinen Betrieb auf. Vier einst im öffentlichen Dienst angestellte Erzieherinnen entscheiden sich, ein neues Hortkonzept zu versuchen. Eine davon ist die heutige Hortleiterin Petra Bellmann.

Kaum war der Hort an den Start gegangen, zog die Grundschule in ein anderes Schulhaus um. "Plötzlich hatten wir das ganze Gebäude für den Hort. Für uns hieß es nun, auch die Sanierung des Hauses zu organisieren", so Urrutia, die heute Geschäftsführerin der Pankower Früchtchen ist. Die erfolgreiche Hortarbeit sprach sich herum. Im Ortsteil Französisch Buchholz wurde schon bald der dortige Schulhort vom freien Träger übernommen. Mit dem Thema Hort ließen es die Pankower Früchtchen aber nicht bewenden. "Wir waren der Auffassung, dass auch im Schullalltag neue Ideen gefragt sind", erklärt Urrutia. Deshalb wurde ein Konzept für eine neue Grundschule entwickelt. Diese eröffnete vor fünf Jahren an der Berliner Straße 120.

Inzwischen bauten die Pankower Früchtchen den benachbarten Tabakspeicher der früheren Zigarettenfabrik Garbáty an der Hadlichstraße als weiteren Schulstandort aus.

Das ermöglichte der Schule, vor einem Jahr zur einzigen Gemeinschaftsschule in freier Trägerschaft in Pankow zu werden.

Auch an der Schule Eins gibt es natürlich einen Hort. Heute betreuen die Pankower Früchtchen an ihren drei Standorten insgesamt 750 Hortkinder.

Weitere Informationen zum Angebot der Pankower Früchtchen gibt es im Interent auf www.pankower-fruechtchen.de.

Bernd Wähner / BW
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